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Das Fetisch-Lexikon: Was ist Englische Erziehung?

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Das Fetisch-Lexikon: Was ist Englische Erziehung?
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Voraussichtliche Lesedauer: 3 Minuten

Die Englische Erziehung aus dem 19. Jahrhundert heutzutage

Prickelnder Lust-Fetisch: Strenge als aufregendes Spiel

Unter Englischer Erziehung versteht man im Erotik- und Fetischbereich eine sadomasochistische Spielform mit der Lust, in der es um Züchtigung und Strenge geht. Man lebt diese in Form eines Rollenspiels aus, bei dem zum Beispiel zwischen der Rolle einer gestrengen Gouvernante und ihrem ungehorsamen, uneinsichtigen Schüler ein Bestrafungsszenarium abspielt. Heute wandeln sich die Rollen auch oft, etwa wenn Putzfrau oder Sekretärin die Englische Erziehung übernehmen.

Das Fetisch-Lexikon: Was ist Englische Erziehung?Dominastudios vergangener Tage

Die Englische Erziehung stammt aus England im 19. Jahrhundert und geht darauf zurück. Sie entspringt den sogenannten Flagellationsbordelle. Dies waren zur damaligen Zeit Bordelle und Orte, die Männer besuchten, die gegen Bezahlung Bestrafung und Züchtigung auf körperlicher Ebene bekommen wollten, um so sexuelle Erregung zu genießen. Heute würden wir darunter ein Dominastudio oder SM-Studios verstehen.

Die Peitsche war in Flagellationsbordellen eines der wichtigsten Instrumente. Auch Ruten, Riemen, Stöcke oder die neunschwänzige Katze, eine Lederpeitsche, zählen heute dazu. Manchmal nahmen die Prostituierten in den Bordellen aber auch orale Befriedigung am Kunden vor. Das Londoner Haus unter der Leitung von Miss Theresa Berkeley erlangte derzeit großen Ruhm und Ansehen und wird als Vorreiter auf dem Gebiet der Englischen Erziehung gesehen. Dabei häufte Miss Berkeley zudem auch enormes Vermögen an. Man sagte, die verstünde es die männlichen Kunden aufs Raffinierteste zu befriedigen. Die erotische Spielart „Englische Erziehung“ bezeichnete sich früher als „Englisches Laster“.

Züchtigung und Machtgefälle gehen Hand in Hand

Heute spielt die Englische Erziehung im SM-Bereich als BDSM-Praktik eine Rolle. Als klassisches Liebes- und Lustspiel fand sie auch schon verschiedene Abwandlungen. Aus der ursprünglichen Gouvernante entwickelten sich andere Rollen wie etwa die Putzfrau, Lehrerin oder Sekretärin.

Free Bleeding: Menstruation ohne Tampon und Binde

Entscheidend bei dem Szenario ist: Immer gibt es ein Machtgefälle und es handelt sich um eine Fetisch-Praktik, die sich durch Flagellation – also das schmerzhafte Züchtigen durch Hiebe und Schläge, heute als härtere Variante des Spankings bekannt – auszeichnet. Spanking ist eine einvernehmliche Sexualpraktik, in der eine Person von einer anderen verhauen und gezüchtigt wird.


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Dies geschieht zumeist mit Schlägen der Hand oder anderen Instrumenten, wie Rute, Peitsche, Stock, auf den Po oder auch anderen Körperteilen wie Oberschenkel, Brust, Rücken und auch Genitalien. Schlägt man auf die Füße, heißt diese Praktik aber „Bastonade“, von der Sexual-Praktik Englische Erziehung unterschieden.

Das Fetisch-Lexikon: Was ist Englische Erziehung?Zucht, Drill, Bestrafung – ein klassisches Rollenspiel

Ob die Bestraferin bei der Englischen Erziehung jünger oder älter sein muss, spielt dabei keine Rolle. In vielen Fällen kann es auch reizvoll sein, wenn die Bestraferin jünger ist.

Vielen Menschen erscheint dieses BDSM-Rollenspiel als reizvoll, weil bei der sich aufbauenden Spannung ein Adrenalin-Kick erlebt wird und man die Lust unendlich steigern kann. Manche berichten sogar von einem Zustand des Fliegens, den die Praktik der Englischen Erziehung auslösen kann.

Heute ist Englische Erziehung ein klassisches Rollenspiel, das im Wesentlichen aus Bestrafung besteht. Entscheidend ist immer das besonders strenge Auftreten der Bestraferin, die mit Zucht und Drill vorgeht.

Da diese erotische Fantasie bis heute leider immer noch stark tabuisiert wird, gibt es bisher nicht viele Studios, die die Englische Erziehung offen anbieten. Bisher tendiert die Gesellschaft bei dieser Form von BDSM-Rollenspiel noch immer zur Verschleierung. Dabei ist der Kick, den strenge Bestrafung bringen kann, eigentlich nichts Neues mehr.

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