Das Fetisch-Lexikon: Was ist eine Zofe?

Von Benno von Sandhayn
Voraussichtliche Lesedauer: 8 Minuten
Das Fetisch-Lexikon: Was ist eine Zofe?

Wunscherfüllerin, Handlangerin und Sexdienerin

Die Funktion einer Zofe als klassische Dienerin des Dom

Das Wort «Zofe» erinnert an einen mittelalterlichen Begriff, stammt jedoch ursprünglich aus dem 17. Jahrhundert. Gemeint ist damit eine Dame, welche eine ranghöhere Adlige bedient.

Als Bedienstete steht eine Zofe der Herrin zur Verfügung. Sie bildet den passiven Part im Spiel. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass alle Ausführen im Einvernehmen mit der Bediensteten passieren. Im Gegensatz zur Sklavin, wo der Bottom dem Dom deutlich unterlegen ist, körperlich und seelisch. Deshalb genießt die Zofe schon immer ein höheres Ansehen als etwa eine Sklavin oder eine Leibeigene. Letztere galt schon früher als «Eigentum» der adligen Gesellschaft.

Das Fetisch-Lexikon: Was ist eine Zofe?Das Aussehen und Verhalten von Zofen

In der Regel genießen Frauen die Erziehung zu einer Kammerzofe. Aber auch Männer können sich in der BDSM-Szene ausbilden lassen. Das passiert mittels einer Feminisierung des Mannes, wobei er zum Beispiel die Kleidung trägt, welche für das weibliche Geschlecht vorgesehen ist.

Zofen tragen normalerweise einen Look, der stark an den French Maid Style erinnert. Dieser stammt aus dem 19. Jahrhundert. Üblich ist dabei ein schwarzer Minirock und eine weiße Schürze. Außerdem tragen sie Schuhe mit hohen Absätzen, welche auch männliche Zofen bei der Feminisierung tragen. Auch der Rubbermaid Look ist beliebt. Hierbei besteht die Kleidung aus Latex und sitzt teilweise sehr eng am Körper.

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Die Aufgaben der Zofen sind vielfältig. Im Mittelpunkt steht die Bedienung der Herrin bzw. des Tops. Dabei nimmt eine solche Dienerin keinesfalls nur den passiven Part ein, wie es etwa Sklaven tun. Sie kann auch aktiv Aufgaben erledigen, sprechen und trotzdem die Wünsche des Doms erfüllen. Manieren und ein gutes Benehmen kennzeichnen die Eigenschaften einer Maid. Trotzdem ist es wichtig, dass sich eine Sexsklavin unterordnet. Sie übernimmt nie den dominanten Part, welcher dem Top zusteht. Dazu dienen zum Beispiel Fesselspiele und Ketten, mit denen die Zofen befestigt werden. Die Bewegungsfreiheit ist auf diese Weise eingeschränkt.

Üblich ist auch eine Erziehung, bei der Zofen sich keusch verhalten. Die Luststeigerung steht hier im Mittelpunkt.

Eine Zofe steht aber nicht nur ihrer Herrin, sondern auch ihrem Herrn zur Verfügung und muss Aufgaben und wünsche erfüllen, die er ihr überträgt. Die Sex-Zofe muss dabei zudem erotische Wünsche ausführen, die von ihr verlangt werden. Das kann alles Mögliche an Vorlieben beinhalten. Aus dem Bereich BDSM ist eine Mittelalterzofe nicht mehr wegzudenken.

Sie gehört dazu und muss ihrer Gebieterin oder ihrem Gebieter zu Diensten sein.

Die Sexzofe muss sich ihrem Stand entsprechend verhalten. Das bedeutet, sie muss mit gesenktem Blick auf ihre Meisterin oder ihren Meister warten, sobald er das Zimmer betritt. Außerdem muss sie die richtige Ansprache wählen, die vorher vereinbart wurde. Bei einer Sklavenzofe werden die Rechte noch weiter eingeschränkt. Sie muss sich dem Willen des anderen noch stärker unterwerfen.

Der Begriff Zofe ist also doch relativ dehnbar. So können die unterschiedlichsten Anforderungen an sie gestellt werden. Leider verstehen viele Menschen die Aufgaben einer Zofe nicht richtig. Ist sie keine Sklavin oder Domina glauben viele, dass es sich dann nur noch um eine Zofe handeln kann. Aber das ist so nicht richtig.

Was genau ist die Rolle der Zofe?

In der BDSM-Welt ist sie einfach eine spezielle Art von Sklavin. Daher wird sie auch Sklavenzofe genannt. Ihre Ausbildung sorgt dafür, dass aus einer Sklavin eine Zofe wird. Das bedeutet für sie eine etwas bessere Behandlung. Dennoch gehört sie ihrer Herrin oder ihrem Herrn. Sie verpflichten sich diesen.

Zudem muss sie strengere Anforderungen erfüllen. Dazu gehört es unter anderem, die Sklaven und Sklavinnen zu führen. Schließlich trägt sie Verantwortung für ihr Verhalten und wird bei Fehlern mit bestraft. Sie muss diese erziehen und hilft ihrer Meisterin oder ihrem Meister bei diesen Aufgaben. So darf sie die Sklavinnen und Sklaven fesseln, sie aus- oder anziehen.

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Die Ansprüche an eine Zofe sind hoch, von Sklavinnen und Sklaven wird nicht so viel erwartet. Was ein Vorteil ist, kann aber auch schnell zum Nachteil werden. Macht die Zofe einen Fehler, muss sie mit einer sehr strengen Bestrafung rechnen. Diese muss sie klaglos ertragen. Sie darf keinesfalls versteckt mit Sklaven und Sklavinnen sexuell aktiv werden. Das wird hart bestraft.

Darüber hinaus muss eine Zofe auch die Behandlungen ihrer Herrin oder des Herrn vorbereiten. Sie legt dazu alles heraus, was dafür benötigt wird und unterstützt beim Rollenspiel. Da die Zofe vorher schon zur Sklavin ausgebildet wurde, kennt sie deren Aufgaben genau und weiß, was zu tun ist.

Wie könnte der Tag einer Zofe aussehen?

Zofen sehen sich selbst als das Eigentum ihrer Herrschaften an. Das wird in einem Vertrag genauestens festgelegt. Diesen muss eine Zofe unterschreiben. Dort sind selbstverständlich auch alle Aufgaben und Pflichten der Zofe fixiert, die sie erfüllen muss. Sie hat so gut wie keine Rechte.

Dennoch ist eine Sexzofe sehr glücklich mit ihrer Rolle und möchte es ihrer Herrschaft so recht wie möglich machen. Dazu strengt sich die Zofe extrem an. Sie möchte gerne die Wünsche erfüllen und setzt deshalb sofort alle Befehle um, die sie erhält. Dabei spielt es keine Rolle, wie demütigend oder ungewöhnlich diese sind. Die Zofe muss den täglichen Pflichten nachkommen. Sie übernimmt Hausarbeiten, führt Massage und Pflege von Füßen aus oder auch Toilettendienste.

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Sie muss dafür sorgen, dass es ihrer Herrin an nichts mangelt, häufig sogar unaufgefordert. Die Sex-Zofe hat den ganzen Tag über sehr viel zu erledigen. So muss die Mittelalterzofe auch finanziell für ihre Herrschaften aufkommen. Als Belohnung erhält die Zofe nicht selten eine Prügelstrafe für ihre Dienste. Sobald sie anfängt zu klagen, wird sie mit dem Knebel ruhiggestellt. Danach geht es weiter mit Prügelstrafe. Die Herrschaften machen mit der Zofe, was ihnen gefällt.

Manchmal erlauben Herrin oder Herr, dass sie sich für die Prügelstrafe bedanken dürfen. Dazu küsst die Zofe zum Beispiel die Füße. Dafür ist sie sehr dankbar und zeigt das mit aufopferungsvoller Hingabe. Doch eine Sklavenzofe darf sich niemals sicher wähnen, denn die Launen der Herrschaften ändern sich permanent. Was heute gut ist, muss es nicht zwangsläufig auch morgen sein.

Zofen lieben ihre Herrschaften sehr und dienen ihnen mit absoluter Treue

Trotz allem genießen es Zofen, im Dienste ihrer Herrschaften zu stehen. Das macht das Leben einfacher für sie. Sie brauchen keinen eigenen Entscheidungen mehr zu treffen oder sich Gedanken um etwas machen. Das übernehmen Meisterin und Meister für sie.

Das Geld, das sie verdienen, wird in der Regel auf das Konto der Herrschaft überwiesen. Diese ist dafür verantwortlich und entscheidet, wofür der Verdienst ihrer Sexzofe ausgegeben wird. Auch das wird natürlich im Vertrag festgelegt. Die Herrschaft wird dafür sorgen, dass immer genug Arbeit vorhanden ist, die erledigt werden soll. Zofen können zudem weitervermietet werden. So wird noch einmal mehr Geld in die Kasse der Herrschaft gespült.

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Sie muss bei Bekannten von Meisterin oder Meister putzen und andere Aufgaben erledigen. Darüber hinaus steht sie auch als Sex-Zofe bereit. Sie darf von Männern und Frauen nach Herzenslust benutzt werden. Sie dient dazu, ihre Vorlieben zu erfüllen. Dabei kann es sich um sämtliche Praktiken handeln. Das Geld, das sie so verdient, muss sie natürlich bei der Herrschaft abliefern. Falls der Betrag dieser zu niedrig ist, wird die Mittelalterzofe wieder bestraft. Sie wird mit dem Rohrstock geschlagen oder ausgepeitscht. Sie muss sich noch stärker anstrengen, um zufriedenzustellen.

Was kann einer Zofe noch passieren?

Zofen sollen am besten rund um die Uhr überwacht werden. Nicht selten kommt es vor, dass die Herrschaft sogar deren Wohnung kündigen, damit sie komplett bei ihnen leben können. Dort werden sie in Käfige gesperrt, solange keine Arbeiten zu verrichten sind. Sie halten sich dann für gewöhnlich so lange im Käfig auf, bis wieder etwas zu tun ist und Herrin oder Herr es erlauben. Meist ist der Käfig sehr eng und unbequem.

Nun kann es vorkommen, dass die Herrschaften ausgegangen sind, aber die Zofen dringend die Toilette aufsuchen müssen. Bleiben sie zu lange allein, ist es möglich, dass sie sich im Käfig erleichtern. Selbstverständlich muss auch das bestraft werden. Dann müssen Zofen beispielsweise hungern oder bekommen nur noch Abfälle.

Die Behandlung einer Zofe

Zu den Behandlungen von Zofen zählt es auch, sie mit kaltem Wasser zu bespritzen. Schließlich dürfen sie den Geruchssinn ihrer Herrschaft nicht beleidigen. Tagsüber tragen sie die ihr zugewiesene Zofenuniform. Wenn nichts zu tun ist, werden Zofen nackt in den Käfig gesperrt. Meist müssen sich Zofen um die Bekleidung der Herrschaften kümmern. Sie waschen die Wäsche manuell und müssen sehr darauf achten, die teuren Outfits nicht zu beschädigen.

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Wenn etwas verfärbt wird oder zerrissen wird, dürfen Zofen gleich im Anschluss die nächste Strafe erwarten. Werden Zofen für einen sehr langen Zeitraum eingesperrt, kann es häufiger passieren, dass sie ihre Blase nicht mehr kontrollieren können. Es droht jedes Mal eine angemessene Strafe.

Doch selbst, wenn Zofen Besserung versprechen, kann das ihre Herrschaften oft nicht umstimmen. Sie bekommen für ihre Fehler und Missgeschicke Rohrstock- oder Peitschenhiebe. Die Essensrationen werden außerdem reduziert und die Zeiten, die im Käfig verbracht werden, verlängert. Noch schlimmer für Zofen ist es, wenn andere Zofen ihre Aufgaben übernehmen dürfen.

Für derart ungehorsame Zofe ist eine strengere Erziehung notwendig

Wenn Zofen derart ungeschickt, ungehorsam und frech sind, wird es an der Zeit, ihnen eine noch strengere Erziehung angedeihen zu lassen. Meist werden sie dann auf ein Internat geschickt, dass sich dieser Aufgabe annimmt und darauf spezialisiert hat. Dort gibt es kein Erbarmen. Zofen und ähnliche Bedienstete werden dort grausam behandelt.

Nur auf diese Weise lassen sie ich noch zu einer guten Dienerin ausbilden. Durch diese harten Zeiten müssen sie gehen, wenn ihnen etwas daran liegt, ihre Herrschaften wieder milder zu stimmen. Sobald dann diese zusätzliche Ausbildung erfolgreich absolviert wurde, können die Zofen zurück und müssen das Gelernte sofort unter Beweis stellen.

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Werden die aufgetragenen Tätigkeiten zur Zufriedenheit von Meisterin und Meister erledigt, können sie erst einmal wieder aufatmen. Dann hat sich ihr Stand wieder etwas gebessert. Die Zofen sollten wirklich alles daran setzen, die Aufgaben mit Bravour zu meistern, denn andernfalls spielen sie mit der Gunst der Herrschaften.

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