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Ratgeber: Das zeichnet ein seriöses Fotomodel aus

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Ratgeber: Das zeichnet seriöse Fotomodels aus

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Wer sich als Fotomodell bezeichnet, sollte sich auch so verhalten

Ein seriöses Fotomodel folgt ungeschriebenen Regeln am Set

»Woran erkenne ich einen unseriöse Fotografen?« Diese Frage beantworteten wir bereits in einem anderen Beitrag über die Machenschaften fieser Knipskollegen. Gibt es aber auch Fotomodelle, die alles andere als professionell arbeiten? Leider ja. Wir möchten hier nun beleuchten, wie sich ein seriöses Fotomodel verhält und warum es allen Grund gibt, Modelle mit gewissen – sagen wir – „Eigenheiten“ zu meiden.

Ratgeber: Das zeichnet seriöse Fotomodels ausEin Fotograf redet Klartext

Clemens R. (47) ist Berufsfotograf und lichtet in erster Linie Autos ab. Bei einer Tagesgage von kapp 3.400 Euro arbeitet er circa acht Tage pro Monat für einen Automobilhersteller, die restliche Zeit nutzt er für seine eigene Fortbildung und lehrt an einer Universität. Ganz klassisch hat er eine Ausbildung gemacht, darf sich seit jeher Fotografenmeister nennen. Wie er meint, sei die »Ausbildung im Handwerk der Fotografie von der Pike auf enorm wichtig«. Wenn sich ein typischer Seiteneinsteiger mit der Materie beschäftigt und ein gutes Auge hat, unterstützt Clemens ihn oder sie gerne. Vorbehalte hat er lediglich gegen unseriöse Geschäftspraktiken.

In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit der Modellfotografie. Beruflich würde er dieses Segment nicht bearbeiten, da er der Meinung ist, Autos seinen »weitaus zuverlässiger als Fotomodelle aus Fleisch und Blut«. Dennoch haben es ihm vor allem die Bereich Portrait und Teilakt angetan. Hier versucht er, die Fotomodelle ins rechte Licht zu rücken und entsprechend in Szene zu setzen.

Woran erkenne ich einen unseriösen Fotografen?

Clemens hat sich nun bereit erklärt, uns ein bisschen aus seinem Arbeitsalltag mit seriösen Fotomodellen zu berichten und zu erzählen, woran man die schwarzen Schafe erkennt. Außerdem deckt er die dreistesten Lügen und Ausreden von Fotomodels auf, die eigentlich nichts in der Branche verloren hätten.

Ein seriöses Fotomodell zu finden kann einfach sein

Wenn sowohl Fotoschaffende als auch beispielsweise Visagisten die Augen und Ohren offen halten, erkennen sie, wer sich am Markt etabliert hat und welche Newcomer das Zeug dazu haben, ein seriöses Fotomodel zu werden. Unprofessionelle Damen werden schnell aussortiert.

Meiner Meinung nach sollte jedes Fotomodell eine gewisse Portion Professionalität an den Tag legen. Dies macht es allen Beteiligten einfacher und ein besseres fotografisches Ergebnis ist der Erfolg dieser Zusammenarbeit.

Aber wie schwer ist es wirklich, ein seriöses Fotomodel von den unseriösen zu unterscheiden und auszusortieren? Wie kann man sich davor schützen, Geld und Zeit zum Fenster hinauszuwerfen und von den Fotomodellen enttäuscht zu werden?

  1. Der Klassiker – Versetzen ohne abzusagen
    Wer kennt es nicht: der Termin ist vereinbart, die Details sind besprochen und der Tag des Fotoshootings ist da – nur das Modell nicht. Es glänzt mit Abwesenheit. Anrufe werden nicht entgegengenommen, auf WhatsApp fehlt plötzlich der doppelte Haken – blockiert! Versuche, das Fotomodell anderweitig zu erreichen, scheitern. Die Vogel-Strauß-Methode („Kopf in den Sand“) scheint hier sehr beliebt zu sein. Eine Absage erfolgte natürlich nicht. Wer trägt nun die Kosten für die Location, die Visagistin und die Zeit des Fotografen? Richtig. Niemand. Und schon gar nicht das Fotomodell, das wie vom Erdboden verschluckt scheint.
  2. Die dummen Ausreden – „Ich bin im Krankenhaus“
    Der Weg zu einem Shooting muss verdammt gefährlich sein. Hier passieren die meisten Unfälle. Natürlich ist das Fotomodell dann so schwer verletzt, dass es nicht einmal absagen kann. Im Nachhinein wird dann erklärt, man habe einen schweren Unfall gehabt, das Auto habe einen Totalschaden und das Modell eine Gehirnerschütterung davongetragen. Abends jedoch tauchen Fotos auf, wie sich das Fotomodell auf einer Party vergnügt und freudestrahlend bei den vielen Selfies in die Kamera grinst. Ein Schelm, wer da Böses denkt. Manchmal stirbt aber auch die Oma, das Meerschweinchen oder das Handy sei ins Klo gefallen.

Ratgeber: Das zeichnet seriöse Fotomodels aus

Kann jemand bitte auf meinen Pitbull aufpassen?

Es sind die ungewöhnlichen Dinge, die das Fotografenleben schreibt. So erlebt jeder Fotoschaffende verschiedene Situationen, fasst Verhaltensweisen seiner Modell unterschiedlich auf. Gemein ist jedoch allen ein fester Kodex, eine Art Ehrenkodex für Fotografen. Dies schließt jedoch auch ein, dass sich seriöse Fotomodelle an gewisse Regeln halten.  Diese zu befolgen, sollte beim eigenen Berufsethos eine Selbstverständlichkeit sein. Dass dies anders ist, ist jedoch leider traurige Realität und sicher nahezu jeder Fotograf wird davon ein unsägliches Lied singen können. Von besonders krassen Fällen berichten wir hier im Ratgeber »Das zeichnet ein seriöses Fotomodell aus«.

  1. Die Tierliebhaberin – Hunde am Fotoset
    Mittlerweile steht in meinen Modelverträgen, dass die Protagonistin keine Tiere mit ans Set bringen darf. Warum? Nicht weil Clemens Tiere nicht mag, sondern aus Erfahrung: bei einem seiner Shootings brachte das Fotomodell einen Pitbull mit und fragte, ob nicht »jemand aufpassen könne« auf das possierliche Tierchen während der Arbeit. Nicht, dass dafür kein Personal vorhanden war. Mit einem unbekannten Kampfhund möchten wohl die wenigsten sechs Stunden lang spazieren gehen. Natürlich ohne Bezahlung.
  2. Die Trinkfreudige – Drogen und Alkohol
    Auch wenn es vielleicht seltsam anmuten mag, aber es gibt tatsächlich Modelle, die mehr oder weniger betrunken am Set auftauchen – besonders bei Shootings am Abend. Selbst zugekiffte Fotomodels hat Clemens schon bei der Arbeit angetroffen. »Die waren so breit, dass sie kaum eine Anweisung vernünftig umsetzen konnten», berichtet der Berufsfotograf. Besonders dreiste Damen konsumieren die bewusstseinserweiternden Mittelchen gar direkt am Fotoset ohne schlechtes Gewissen.

Seriöse Modelle bezahlen nicht mit Sex

  1. Ständig Termine verschieben – Wie ernst ist es dem Modell?
    Besonders beliebt bei Home-Shootings in der eigenen Wohnung des Fotmodells ist es, einfach den Fotografen und ie Visagistin vor verschlossener Türe stehen zu lassen. Erreichbar ist das Modell telefonisch zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht. Mehrere Male wurde der Termin vorher verschoben, wobei auch hier der Fundus der Ausreden schier unerschöpflich zu sein scheint. Wie ernst sind dem Fotomodel die Absichten einer professionellen Zusammenarbeit?
  2. Bezahlung in Naturalien – Sexuelle Avancen
    Wer keine TFP-Shooting vereinbart, muss eine Gegenleistung in Form von Bezahlung anbieten. Das bedeutet Geld. Für eine gewisse fotografische Leistung – und Clemens weiß, was er kann – ruft der Mann hinter der Kamera einen Preis auf und kommuniziert diesen bereits im Vorfeld. Wenn sich dann ein Model plötzlich anbiedert, sexuelle Dienstleistungen erbringen zu wollen, um damit die Fotos zu bezahlen, zeugt dies weniger von Professionalität. »Bei einem Fotoshoot in einer alten Werkstatt mit wertvollen Oldtimern bot mir ein Fotomodell einmal ganz unverblümt einen Blowjob für die Fotos an – und meinte das auch noch ernst!«, echauffiert sich Clemens. Sicher werden sich manche Fotografen darauf einlassen, aber Professionalität sieht anders aus. 

Ein Fotograf redet Klartext über das Verhalten von FotomodellenEin Erotikfotograf wünscht sich eigenständige Modelle

Ein Vertrag ist ein Vertrag ist ein Vertrag. Wenn es schon Profifußballer mit gültigen und laufenden Verträgen nicht so genau nehmen, scheint sich ein manches angebliches seriöses Fotomodel diesem Credo anzuschließen. Besonders auffällig wird dies, wenn das Mädel einen neuen Freund hat, der sie auch in beruflichen Dingen „berät“ – natürlich ohne besondere Qualifikation, dafür aber mit umso mehr auf das Fotomodell wirkender Überzeugungskraft. Ein Lifestyleberater, wie er im Buche steht. Und wie ihn keiner braucht. Er ist überflüssig wie ein Kropf, leider aber zu oft dabei. Viele seriöse Fotomodelle sollten eigenständiger arbeiten oder sich eine richtige Agentur suchen, die sie vernünftig vertritt, insbesondere bei Gagenverhandlungen und auch Aufträge verschaffen kann.

  1. Absprachen werden nicht eingehalten – Der Lifestyleberater
    Vor allem am Set, wenn der Lifestyleberater ständig hereinredet und dem Modell die ein oder andere im Vorfeld abgesprochene Aktion verbieten will, ist ein selbsternannter „Berater“ völlig fehl am Platze. Gegen eine Begleitperson ist nichts einzuwenden, diese sollte sich aber dezent im Hintergrund halten und nicht als „Manager“ auftreten und die lockere bis familiäre Stimmung kaputt machen. Oft genug hat Clemens schon erlebt, dass der eigene Freund seine Lebenspartnerin so „vermarktet“, dass von beiden eigentlich nur einer arbeitet: das Fotomodell.
  2. Die diebische Elster – Und plötzlich fehlt etwas
    Bei einem Shooting liegen Ausrüstungsgegenstände, Klamotten, Accessoires und Requisiten oft durcheinander, es herrscht ein geordnetes Chaos. Insbesondere bei vielen Wechseln von Kleidung oder Location kann es manchmal etwas wilder zugehen. Unverschämt – ja sogar strafbar – wenn das Fotomodell oder ihre Begleitung das Tohuwabohu ausnutzt, um etwas zu stehlen. Clemens selbst war von einem Diebstahl sogar betroffen, ein teures Objektiv im Wert von knapp 1.800 Euro kam abhanden. Als dem Modell die Strafanzeige von der Polizei zugestellt wurde, tauchte das Objektiv wie von Zauberhand wieder auf. Solche Leute kann niemand gebrauchen!
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Ein seriöses Modell kennt Urkundenfälschung nur aus dem TV

  1. Die Vertrauenswürdige – Arbeite nie ohne Modelvertrag!
    Warum es manche tun? So richtig weiß es niemand. Gemeint ist das Arbeiten ohne Modellvertrag. Gut für die zahlreichen Rechtsanwälte, die nur darauf warten, sich bei Streitigkeiten zwischen Fotomodell und Fotograf eine goldene Nase zu verdienen. Jeder, der professionell arbeitet, tut dies nur mit einem Vertrag, der die beiderseitigen Rechte regelt. Ganz besonders wichtig ist das natürlich bei Teilakt- oder Aktaufnahmen, da niemand möchte, dass diese Bilder einfach so irgendwo im Internet auftauchen. Daher sollte alle Eventualitäten, Aufnahmebereiche, Veröffentlichungsrechte sowie das Honorar schriftlich festgehalten werden. Das „Recht am eigenen Bild“ hilft ohne Vertrag nämlich nur bedingt weiter und keiner kann nachweisen, was abgesprochen wurde!
  2. Die Kreative – Überprüfe die persönlichen Daten!
    Mitunter kam es schon vor, dass ein anfangs seriöses Fotomodel seine eigene Unterschrift gefälscht hat. Warum? Weil die anderen Daten auch nicht stimmten und frei erfunden waren. Daher rät Clemens jedem Kollegen, die persönlichen Angaben anhand des Personalausweises zu überprüfen und am besten von dem Ausweis noch eine Kopie bzw. ein Foto anzufertigen. Hinterher hat man dann etwas in der Hand, sollte es Unstimmigkeiten oder Unregelmäßigkeiten geben!

So arbeiten professionelle FotomodelleGute Tugenden sind das A und O

Einst galten sie als „typisch deutsche Tugenden“, der Fleiß, die Pünktlichkeit, die Zuverlässigkeit und das korrekte, strebsame Arbeiten. Doch mittlerweile steht nicht mehr unbedingt jedes deutsche Model für Professionalität. Die Arbeitseinstellung lässt teilweise zu wünschen übrig, was wahrscheinlich dem allgemeinen Werteverfall der ganzen heutigen Gesellschaft zu schulden ist. Ein seriöses Fotomodel zu sein bedeutet mitunter harte Arbeit! Junge Frauen möchten oft viel Geld verdienen, dafür aber möglichst wenig tun. Sogenannte „Influencer“ wie zum Beispiel Katja Krasavice sprechen hier eine eindeutige Sprache. Es ist modern, sein Geld über Youtube oder andere Social-Media-Kanäle verdienen zu wollen. Sicher, einige schaffen es, arbeiten mit Sicherheit aber hochprofessionell.

  1. Das Model, das nur an günstigen Fotos interessiert ist
    Ganz ehrlich: einem Berufsfotografen nützen Shootings auf TFP-Basis (oder TFCD) nichts. Nein, er möchte seine Mappe nicht erweitern. Er verkauft eine Dienstleistung und verlangt dafür einen angemessenen Preis. Sollte er dennoch auf TFP-Basis arbeiten, muss er vom Model oder dem vorgeschlagenen Projekt außerordentlich überzeugt sein. Hat der Fotograf keinen Mehrwert, nützt ihm ein solchen Fotoshooting nichts. Andersherum möchte auch nicht jedes Fotomodell dauerhaft gratis arbeiten. Verständlich. Die Seite, die „etwas haben möchte“, sollte auch gewillt sein, eine gute Leistung vernünftig zu bezahlen. Wie überall anders eben auch.
  2. Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Fleiß
    Das sollten nicht nur Worte sein, sondern die Einstellung eines jeden Fotomodells, das professionell und ernsthaft arbeiten möchte. Selbstverständlich gelten diese Tugenden auch für jeden Fotografen! Die Chemie zwischen Modell und Fotograf ist sehr wichtig und Schluderigkeit bzw. Unzuverlässigkeit erschweren die Bildung derer nur. Ein gutes Fotomodel ist spontan, unkompliziert, wandelbar und flexibel. Dann werden auch die Fotos gut, wenn alles stimmt!

Übrigens: Wo Profi-Model draufsteht, steckt nicht immer eine professionelle Arbeitsweise dahinter. Es gibt Hobbymodelle, die weitaus professioneller arbeiten als sogenannte „Profis“. Auf die innere Einstellung kommt es eben an!

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