Geschichten aus der Darstellerinnenakquise

Von Stephan Gubenbauer
Voraussichtliche Lesedauer: 4 Minuten
Geschichten aus der Darstellerinnenakquise
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Darstellerinnenakquise in der Online- und Offline-Welt

Mein Weg in der Pornobranche: Vom Darsteller zum Talentscout

Im Som­mer letz­ten Jah­res habe ich mich dazu durch­ge­run­gen, mei­ne Aus­bil­dung als Spe­di­ti­ons­kauf­mann zu Guns­ten einer Kar­rie­re als Por­no­dar­stel­ler zu been­den. Nach mei­nem Dreh bei Ero­ni­tes Por­no­casting in Köln-Eus­kir­chen habe ich mich aber aus per­sön­li­chen Grün­den dazu ent­schie­den, in kei­nen wei­te­ren Por­nos mehr mit­zu­spie­len. Statt­des­sen beschränk­te ich mich auf die zahl­rei­chen Arbeits­mög­lich­kei­ten hin­ter der Kame­ra: aufs Schrei­ben von Arti­keln fürs Ero­tik­ma­ga­zin und eben auf die Dar­stel­le­rin­nen­ak­qui­se. Bereits vor dem Por­no­casting habe ich ver­sucht, geeig­ne­te Kan­di­da­tin­nen für den 6. Okto­ber auf­zu­trei­ben, zunächst jedoch erfolg­los.


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Geschichten aus der DarstellerinnenakquisePerspektivenwechsel: Die Arbeit hinter den Kulissen

Um Frau­en eine Kar­rie­re vor der Kame­ra zu ermög­li­chen: Auch wenn das Cas­ting für mich grund­sätz­lich erfolg­reich lief, ent­schied ich mich dage­gen, wei­ter­hin vor der Kame­ra der Por­no­bran­che zu die­nen. Ich bin auf­grund mei­ner Eigen­schaf­ten und Fähig­kei­ten hin­ter der Kame­ra ein­fach bes­ser auf­ge­ho­ben. Seit­dem kon­zen­trie­re ich mich auf das Ver­fas­sen von Online-Arti­keln und die Anwer­bung und das Kar­rie­re­ma­nage­ment ange­hen­der Por­no­dar­stel­le­rin­nen für Ero­ni­te. Über letz­te­res möch­te ich in die­sem Arti­kel ein paar Wor­te zum Bes­ten geben. Dar­über, was ich mache, was mir dar­an gefällt und was mich und mei­ne Kli­en­tin­nen bis­wei­len unnö­ti­ger­wei­se einen Hau­fen Zeit und Ner­ven kos­tet.

Die allgemeine Abwertung der Pornobranche

Erschwerung meiner Arbeit durch soziale Missstände

Als soge­nann­ter Dar­stel­le­rin­nen­ak­qui­si­tor (oder ein­fach gesagt Talent­scout bzw. Por­no­scout) ist es mei­ne Auf­ga­be, neue Talen­te in Form wil­li­ger, begab­ter Frau­en zu ent­de­cken. Bei gegen­sei­ti­gem Inter­es­se ermög­li­che und erleich­te­re ich ihnen den Weg in die Por­no­bran­che. Die Spreu vom Wei­zen tren­ne ich hier­bei auf Ero­ni­tes Por­no­castings oder anhand all­ge­mei­ner Bewer­bun­gen, Akt­fo­tos und/oder Ama­teur­fil­men. Ins­be­son­de­re bei Frau­en sind Initia­tiv­be­wer­bun­gen lei­der auf­grund fal­scher Scham­ge­füh­le und der Angst vor sozia­ler Aus­gren­zung aus­ge­spro­chen sel­ten. Dass auch in unse­rer ver­meint­lich extrem tole­ran­ten Gesell­schaft Por­no­dar­stel­le­rin­nen und Por­no­dar­stel­ler immer noch respekt­los und abschät­zig behan­delt wer­den, ist eine Schan­de.

Verborgene Talente und Sehnsüchte wecken

Kernkompetenzen eines Talentscouts

Als Por­no­dar­stel­le­rin­nen eig­nen sich somit nur jene Frau­en, denen es egal ist, wie ande­re über sie den­ken. Da aber die­se Fähig­keit gera­de Mäd­chen oft­mals im Eltern­haus und in der Schu­le regel­recht abtrai­niert wird, kön­nen das von sich aus lei­der nur weni­ge. Somit muss ich als Talent­scout die­se aberzo­ge­nen Kom­pe­ten­zen und die gera­de bei jun­gen Frau­en oft ver­bor­ge­nen Sehn­süch­te wecken. Sehn­sucht nach einem gut bezahl­ten, aber nicht zu stres­si­gen und anspruchs­vol­len Job. Sehn­sucht nach Respekt, Rele­vanz und Wert­schät­zung im Berufs­le­ben. Auch die Sehn­sucht nach sexu­el­ler Erfül­lung und Spaß bei der Arbeit. Und die Sehn­sucht nach Befrei­ung von den pseu­do­mo­ra­li­schen Erwar­tun­gen und Anfor­de­run­gen der Gesell­schaft und Wirt­schaft. Kurz gesagt: Sehn­sucht danach, wie eine star­ke und wert­vol­le Frau behan­delt zu wer­den.

Das Problem sind immer wieder die Typen:

Warum Männer nicht wollen, dass Frauen Pornodarstellerinnen werden

Was mir an einem Beruf am meis­ten Spaß macht, ist, dass mei­ne Kli­en­ten eigent­lich fast nur Frau­en sind. Wäh­rend ich zwar auf geschäft­li­cher Ebe­ne auch gut und ger­ne mit Män­nern zusam­men­ar­bei­te, sind männ­li­che Kli­en­ten gera­de in der Por­no­bran­che oft­mals eine Tor­tur für mich. Vor allem, wenn sie dem Glück und Erfolg mei­ner weib­li­chen Kli­en­ten im Weg ste­hen. Sei es, weil sie mit besag­ten Frau­en eine Lie­bes­be­zie­hung füh­ren und ihre Frau nicht mit ande­ren Män­nern »tei­len« wol­len. Oder ein­fach, weil sie der Vater, Bru­der, Sohn, Kum­pel, Kol­le­ge, Chef oder was auch immer von der Frau sind und ihr das Glück nicht gön­nen. Viel zu oft beläs­ti­gen mich sol­che Typen. Und dann sind da noch die Möcht­gern-Foto­gra­fen, die den Mädels das Blaue vom Him­mel ver­spre­chen, das aber nie, nie­mals hal­ten kön­nen.

Wobei die­se Que­ru­lan­ten und selbst­er­nann­ten Alpha­männ­chen mir immer noch hun­dert Mal lie­ber sind als die Män­ner, die sich mir gegen­über als Frau­en aus­ge­ben. Und dann auch noch den­ken, dass sie wit­zig wären und ich dar­auf her­ein­fal­len wür­de. Tie­fer kann man als Mann wirk­lich nicht mehr sin­ken. Anstatt dass sie ein­fach zu einem der regel­mä­ßig statt­fin­den­den Por­no­castings von Ero­ni­te gehen und dort ihren Mann ste­hen!

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