Das Untreue-Gen: Einmal Fremdgänger, immer Fremdgänger?

Von Dr. Dorothea Flogger
Voraussichtliche Lesedauer: 5 Minuten
Das Untreue-Gen: Einmal Fremdgänger, immer Fremdgänger?
Das Untreue-Gen: Einmal Fremdgänger, immer Fremdgänger?
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Fremdgänger tun es immer wieder – oder?

Die Aus­sa­ge "Ein­mal Fremd­gän­ger, immer Fremd­ge­her" impli­ziert, dass jemand, der ein­mal fremd­ge­gan­gen ist, dies immer wie­der tun wird. Es gibt jedoch kei­ne wis­sen­schaft­li­chen Bewei­se dafür, dass dies auto­ma­tisch der Fall ist. Jeder Mensch ist anders und die Grün­de, war­um jemand fremd­geht, kön­nen sehr unter­schied­lich sein. Eini­ge Men­schen gehen aus emo­tio­na­len Grün­den fremd, ande­re aus prak­ti­schen Grün­den. Es gibt auch Men­schen, die bereu­en ihre Ent­schei­dung und wol­len alles dafür tun um die Bezie­hung zu ret­ten.


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Daher ist es wich­tig, dass jede Bezie­hung ein­zeln betrach­tet wird und jeder Fall indi­vi­du­ell behan­delt wird. Es ist auch rat­sam, dass sowohl der Fremd­gän­ger als auch der betro­ge­ne Part­ner mit­ein­an­der reden, um die Grün­de für das Fehl­ver­hal­ten zu erfor­schen und eine Lösung zu fin­den. Es ist unab­ding­bar, dass bei­de Part­ner bereit sind, an sich selbst und an der Bezie­hung zu arbei­ten, um eine erfolg­rei­che Zukunft auf­zu­bau­en.

Gibt es das "Untreue-Gen" wirklich?

Es gibt kei­ne wis­sen­schaft­li­chen Bewei­se dafür, dass es ein spe­zi­fi­sches "Untreue-Gen" gibt, das für das Ver­hal­ten der Untreue ver­ant­wort­lich ist. Untreue ist ein kom­ple­xes Phä­no­men, das auf eine Viel­zahl von Fak­to­ren zurück­zu­füh­ren sein kann, dar­un­ter bio­lo­gi­sche, psy­cho­lo­gi­sche und sozia­le Fak­to­ren.

Das Untreue-Gen: Einmal Fremdgänger, immer Fremdgänger?

Es gibt jedoch eini­ge Stu­di­en, die dar­auf hin­deu­ten, dass bestimm­te Gene und Hor­mo­ne, wie Tes­to­ste­ron und Oxy­to­cin, eine Rol­le bei der Regu­lie­rung von Sexu­al­ver­hal­ten und Bin­dungs­ver­hal­ten spie­len kön­nen. Eini­ge Stu­di­en haben auch gezeigt, dass bestimm­te Gene mit erhöh­ter Impul­si­vi­tät und Risi­ko­be­reit­schaft in Ver­bin­dung gebracht wer­den kön­nen, was dazu bei­tra­gen kann, dass jemand eher dazu neigt, fremd­zu­ge­hen. Aller­dings sind die­se Stu­di­en nicht abschlie­ßend und es gibt vie­le ande­re Fak­to­ren, die in die Ent­schei­dun­gen einer Per­son ein­flie­ßen und die dazu füh­ren kön­nen, dass jemand fremd­geht.

Was kickt manche Menschen am Fremdgehen?

Es gibt eine Viel­zahl von Grün­den, war­um Men­schen fremd­ge­hen, und die Moti­ve kön­nen von Per­son zu Per­son unter­schied­lich sein. Eini­ge mög­li­che Grün­de kön­nen sein:

  • Unzu­frie­den­heit in der Bezie­hung: Eini­ge Men­schen gehen fremd, weil sie unzu­frie­den mit ihrer Bezie­hung sind und das Gefühl haben, dass ihre Bedürf­nis­se nicht erfüllt wer­den.
  • Aben­teu­er­lust: Man­che Men­schen suchen das Aben­teu­er und die Auf­re­gung, die mit einer Affä­re ein­her­geht.

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  • Selbst­zwei­fel: Eini­ge Men­schen gehen fremd, um ihre eige­ne Attrak­ti­vi­tät oder sexu­el­le Anzie­hungs­kraft zu bestä­ti­gen.
  • Emo­tio­na­le Unter­stüt­zung: Eini­ge Men­schen gehen fremd, weil sie emo­tio­nal nicht von ihrem Part­ner unter­stützt wer­den und sich emo­tio­nal zu jemand ande­rem hin­ge­zo­gen füh­len.
  • Kör­per­li­che Unzu­frie­den­heit: Eini­ge Men­schen gehen fremd, weil sie kör­per­lich unzu­frie­den sind und sich nach kör­per­li­cher Nähe und Inti­mi­tät seh­nen.
Gehen Menschen eher fremd, wenn sie es in einer vorigen Beziehung auch getan haben?

Es gibt kei­ne all­ge­mein gül­ti­ge Ant­wort dar­auf, ob Men­schen eher fremd­ge­hen, wenn sie es bereits in einer frü­he­ren Bezie­hung getan haben. Eini­ge Men­schen, die ein­mal fremd­ge­gan­gen sind, bereu­en ihre Ent­schei­dung und wol­len alles dafür tun, um die Bezie­hung zu ret­ten und es nicht wie­der zu tun. Ande­re Men­schen kön­nen sich jedoch dazu ent­schei­den, es erneut zu tun, viel­leicht auf­grund von unge­lös­ten Pro­ble­men oder Unzu­frie­den­heit in der Bezie­hung.

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Es gibt auch Fremd­gän­ger, die ihren Part­ner betrü­gen, obwohl sie noch nie zuvor fremd­ge­gan­gen sind. Die Grün­de für Untreue kön­nen sehr unter­schied­lich sein und kön­nen von Per­son zu Per­son vari­ie­ren. Es kann emo­tio­nal, kör­per­lich oder prak­tisch sein. Eini­ge Men­schen gehen fremd, weil sie unzu­frie­den mit ihrer Bezie­hung sind, ande­re tun es aus Neu­gier­de oder weil sie sich unsi­cher füh­len.

Wo findet man eine geeignete Paarberatung?

Es gibt vie­le Mög­lich­kei­ten, eine geeig­ne­te Paar­be­ra­tung zu fin­den. Eini­ge Mög­lich­kei­ten sind:

  • Ärz­te oder The­ra­peu­ten: Man kann sei­nen Haus­arzt oder einen The­ra­peu­ten um Emp­feh­lun­gen bit­ten.
  • Berufs­ver­bän­de: Es gibt zahl­rei­che Berufs­ver­bän­de für The­ra­peu­ten und Bera­ter, die man kon­tak­tie­ren kann, um eine Lis­te von qua­li­fi­zier­ten Paar­be­ra­tern in der Nähe zu erhal­ten.

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  • Online-Recher­che: Man kann online nach Paar­be­ra­tern in der Nähe suchen und Bewer­tun­gen lesen, um eine geeig­ne­te Per­son zu fin­den.
  • Ver­si­che­run­gen: Es gibt vie­le Ver­si­che­run­gen, die Paar­be­ra­tung als Teil ihres Leis­tungs­an­ge­bots anbie­ten, es lohnt sich also, mit dem eige­nen Ver­si­che­rer zu spre­chen.
  • Uni­vers­ti­tä­ten oder Fach­hoch­schu­len: Es gibt vie­le Uni­ver­si­tä­ten oder Fach­hoch­schu­len, die Kli­ni­sche oder Gesund­heits­psy­cho­lo­gie anbie­ten und dort kann man eine Paar­be­ra­tung fin­den.

Es ist wich­tig, sich Zeit zu neh­men, um einen geeig­ne­ten Paar­be­ra­ter zu fin­den, der den eige­nen Bedürf­nis­sen ent­spricht und den eben­so der Fremd­gän­ger akzep­tiert, nicht nur der Betro­ge­ne. Es ist auch wich­tig, dass man sich wohl fühlt und eine gute Bezie­hung zum Paar­be­ra­ter auf­baut, damit man das Bes­te aus sei­ner Bera­tung her­aus­ho­len kann.

Sollte man sich gar nicht erst auf jemanden einlassen, wenn dieser in ehemaligen Beziehungen fremdgegangen ist?

Ob man sich auf jeman­den ein­lässt, der in einer frü­he­ren Bezie­hung fremd­ge­gan­gen ist, ist eine indi­vi­du­el­le Ent­schei­dung, die jeder für sich selbst tref­fen muss. Es ist jedoch wich­tig, sich dar­über im Kla­ren zu sein, dass Untreue in der Ver­gan­gen­heit ein Risi­ko dar­stel­len kann, dass es in der Zukunft erneut pas­siert.

Es kann hilf­reich sein, offen und ehr­lich mit der Per­son zu spre­chen, die fremd­ge­gan­gen ist und sich ihre Grün­de für ihr Ver­hal­ten anzu­hö­ren. Es ist auch wich­tig, dass bei­de Part­ner pro­fes­sio­nel­le Hil­fe in Anspruch neh­men, um die Grün­de für das Fehl­ver­hal­ten zu erfor­schen und zu arbei­ten, um zukünf­ti­ge Pro­ble­me zu ver­mei­den.

Eben­so soll­te auch dar­auf geach­tet wer­den, dass bei­de Part­ner bereit sind, an sich selbst und an der Bezie­hung zu arbei­ten, um eine erfolg­rei­che Zukunft auf­zu­bau­en. Es ist auch wich­tig, dass bei­de Part­ner ihre Gefüh­le und Beden­ken offen und ehr­lich mit­ein­an­der tei­len und gemein­sam eine Lösung fin­den.

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