Wer war eigentlich Rafael Santeria?

Von Mario Meyer
Voraussichtliche Lesedauer: 8 Minuten
Wer war eigentlich Rafael Santeria?
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Pornograf, Digitalnomade, Darsteller, Freigeist

Wer war eigentlich Rafael Santeria?

Eins vorweg: Nein, er ist nicht gestorben. Zumindest ist uns nichts Gegenteiliges bekannt. Wo ist er geblieben? Rafael Santeria tot? Nein, davon wüssten wir.

Seine zahlreichen Hatefuck-Filme gibt es auf www.rafael-santeria.com – „L’amour et la violence“.

Rafael Santeria • EroniteWir lernten ihn kennen Mitte 2013, als er sich bei uns bewarb für einen Job hinter der Kamera. Bis dahin hatte er sein Abitur gemacht, zwei Studiengänge (u. a. Philosophie) abgebrochen und war lange Zeit in der Düsseldorfer Szene der Links-Aktivisten unterwegs, bis er sich lossagte und sein Leben in geregelte Bahnen führen wollte. Nebenbei arbeitete er als Türsteher und als Ordner bei Festivals.

Im August 2013 fand unser Pornocasting in Dortmund statt und da wir eine freie Planstelle zu besetzen hatten als Assistenz der Produktionsleitung, luden wir Rafael Santeria kurzerhand ein. Sein Bewerbungsschreiben überzeugte uns auf ganzer Linie: jung, durchsetzungsstark, verrückt, intelligent, sympathisch.

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Genau das, was wir suchten. Oder nicht suchten. Denn wir sind der Meinung, dass gute Mitarbeiter nicht gesucht, sondern gefunden werden oder einem von ganz allein „zulaufen“, wenn man gerade nicht damit rechnet.

Sympathisch, tätowiert und immer auf der Durchreise

Zu diesem Zeitpunkt bereits lebte er in Berlin und kam eigens nach Dortmund gefahren, um dort von uns ins kalte Wasser geworfen zu werden. Wir teilten ihn ein für zunächst kleinere Arbeiten beim Casting. Er war ein Helfer, wie er im Buche steht: Nichts war ihm zu schade und er half, wo er nur konnte. Bei den vielen Bewerbern war es gut, dass er da war und wir zwei weitere helfende Hände hatten.

Nach Abschluss des Castings und seinem charismatischen Auftreten waren wir uns einig: diesen Mann wollten wir haben und so haben wir ihm gleich einen Job als Teamleiter angeboten. Der Typ hatte was drauf und das sollte er uns noch oft genug zeigen. Um sich noch intensiver seiner Arbeit, die aus einem Großteil Social-Media-Arbeit bestand (Rafael Santeria verfasste täglich unzählige und dazu ellenlange Posts für u. a. Facebook), zu widmen, beschloss er, sein ganzes Hab und Gut zu verkaufen und all seinen verblieben Besitz – allen voran sein iPhone und das MacBook Air – in einen Rucksack zu verpacken, mit dem er fortan durch die Lande zog.

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Sein Zimmer in einer Berliner Mietwohnung kündigte er kurzerhand und war nun das, was man unter einem Digitalnomaden versteht. Kein fester Wohnsitz, aber immer in der Nähe eines WLAN-Netzes, um dort zu arbeiten, wohin es ihn gerade verschlug.

Hochintelligent und kamerageil, dennoch depressiv und scheu

Er fuhr von Stadt zu Stadt, von Bundesland zu Bundesland. Nächtigte bei Bekannten, schlief bei Freunden und solchen, die es ihm, ohne ihn zu kennen, einfach angeboten hatten. Seine Kosten reduzierte er so auf ein Minimum und da er auch weder trank, rauchte noch andere Drogen zu sich nahm, verfiel er auch nicht dem grenzenlosen Konsum.

Rafael Santeria - EroniteGemäß unserer Firmenphilosophie musste er zu Darstellerinnen und Darstellern immer einen gewissen Abstand halten. Bis er sich plötzlich in JezziCat verliebte. Er führte sie in die Branche ein, machte sie zur Erotikamateurin. Irgendwann gaben wir seiner Bitte, seinem Drängen nach und erlaubten ihm, mit seiner Freundin auch als Darsteller vor der Kamera aktiv zu werden. So kam es, dass aus dem Teamleiter und Produzenten Rafael Santeria ein Pornodarsteller wurde.

Rafael Santeria erfand das Genre „German Hatefuck“ und zeigte in seinen Filmen eine besondere Art, Frauen zu behandeln. Oberflächlich herabwürdigend und erniedrigend, nahm er jedoch jede Frau als Göttin auf seine ganz besondere Weise wahr.

Seinen Körper vesah er mit weiteren Tattoos und er fiel ab und zu in ein depressives Loch, aus dem wir ihn das ein oder andere Mal herauszuholen versuchten. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Wir verbrachten Nächte damit, mit Rafael zu reden, zu reden und zu reden. Es ist nicht einfach, gegen eine Depression anzukommen.

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Aber dieser Mensch hatte es verdient, mit Respekt und Einfühlungsvermögen behandelt zu werden. Seine Depression machte er öffentlich, schrieb in den sozialen Netzwerken über sein Gefühlsleben, sprach bei Youtube über seine Hochs und Tiefs.

Alles gelöscht: Facebook, Instagram, Youtube und alles andere

Im Spätsommer 2015 trennten sich unsere Wege. Zu unterschiedlich waren unsere Auffassungen von einer weiteren Zusammenarbeit. Viele Gründe spielten ein Rolle, die wir jedoch nicht öffentlich erörtern möchten. Er verließ unser Unternehmen und suchte sein Glück nun allein mit seiner Freundin in der Branche. Nach und nach distanzierte er sich öffentlich von uns und auch von seinem Image des German Hatefuck.

Er schrieb in einigen Artikeln, dass er zukünftig die Frauen als das behandeln möchte, als was er sie tatsächlich sieht: als wahre Göttinnen. Der Wandel vom Hatefucker zum Frauenliebhaber. Es ging sogar so weit, dass die Beziehung zu seiner (mittlerweile) Verlobten JezziCat zerbrach.

Rafael Santeria • EroniteEr arbeitete fortan als (Tattoo-)Model, richtete sich hierfür eigens eine Homepage ein und ließ sich bei einigen Künstleragenturen und -karteien listen. Ob er hiermit erfolgreich war, wir wissen es nicht. Der Kontakt war schon seit längerem eingefroren bzw. im Sande verlaufen.

Doch irgendwann löschte er sämtliche Accounts: Facebook, Youtube, Twitter, Snapchat, Tinder, Instagram, einige Internetseiten und alle anderen Profile. Ab diesem Zeitpunkt fand Rafael Santeria öffentlich in den sozialen Netzwerken und im Internet nicht mehr statt. Was er jetzt macht? Auch das wissen wir nicht. Doch wir hoffen, dass er seine Depressionen überwunden hat und glücklich irgendwo – vielleicht noch als Nomade – auf unserer geliebten Erde weilt.

Erhalten jedoch blieben uns seine vielen Hatefuck-Filme: www.rafael-santeria.com

Wir behalten ihn in Erinnerung als einen Freigeist, der sich stets seinen Zielen bedingungslos unterordnete. Alles Gute, Rafael Santeria!


Frauen lieben Pornos aus diesem Grund

Pornografische Websites, die fälschlicherweise nur mit männlichen Vergnügungen in Verbindung gebracht wurden, finden heute bei Frauen jeden Alters und jeder Herkunft Anklang. Während diese leicht „aufreizenden“ Videos die Neugier des weiblichen Geschlechts wecken, zeigt eine konkrete Studie, dass die Rubrik Sex im Jahr 2019 die meistbesuchte Rubrik bei den Frauen war. Viele Frauen lieben Pornos, und auch die mit Rafael Santeria.

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Welchen Blick haben Frauen auf Pornos? Diese Frage stellte sich die US-Version von Marie Claire und befragte ihre Leserschaft (91% Frauen, 8% Männer, 1% Transgender) zu ihren Gewohnheiten in Bezug auf Pornografie. Die Umfrage ergab, dass 31% der Befragten regelmäßig (mindestens einmal pro Woche) Pornos anschauen. 66% konsumieren Pornos allein und nie zusammen mit ihrem Partner. Wir erfahren auch, dass das Internet (90%) und insbesondere das Smartphone (62%) das meistgenutzte Medium zum Anschauen von Pornos ist.

Pornos wie die von Rafael Santeria

Während es vielen Frauen schwerfällt, zuzugeben, dass sie auf pornografische Seiten gehen, zeigt die Website Pornhub in einer Studie zum Jahresende ein wachsendes Interesse von Frauen an diesen Plattformen. Die Website schätzt, dass im Jahr 2019 32% der weiblichen Besucher die Pornhub-Community erweitern werden, da sie sich gerne mit Videos beschäftigen. Um diese Begeisterung zu verstehen, hat die Plattform die Gewohnheiten der Frauen untersucht, um herauszufinden, welche Kategorie am besten abschneidet. Auch Pornos von Rafael Santeria waren dabei.

Die meistgesehene Rubrik von Frauen

Das zweite Jahr in Folge sticht die Kategorie „Lesbian“ oder Lesbe aus der Masse heraus. Im Jahr 2018 wies diese bei Frauen bereits beliebte Rubrik ein Traffic-Wachstum von 151% für Männer und Frauen zusammengenommen auf. Eine zweite Umfrage, die Pornhup 2019 durchführte, ergab, dass 37% der Schwulenpornos auf der Seite von Frauen verfolgt wurden. Schließlich erwiesen sich die Kategorien „popular with women“ (beliebt bei Frauen), „japenese“ (japanisch), „threesome“ (Dreier) und „ebony“ (schwarz) jeweils als die am häufigsten angesehenen. Rafael Santeria ist somit nicht ganz oben.

Unterschiedliche Vorlieben auf der ganzen Welt

Obwohl sich die Rubriken, die Frauen aufrufen, von denen ihrer männlichen Kollegen unterscheiden, hängen sie vor allem davon ab, wo sich die Frauen geografisch befinden. Frauen aus aller Welt bevorzugen zum Beispiel die Kategorien „mature“, „japanese“, „indian“, „arab“ und viele andere. Auch die Rubrik Rafael Santeria wird nicht selten aufgerufen. Wenn auch Rafael Santeria nicht zu den meistgesuchten Anfragen gehört.

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Auch die Altersgruppen unterscheiden die Vorlieben der Frauen, denn die 18- bis 44-Jährigen klicken häufiger auf die Rubriken „Hentai“ und „tätowierte Frauen“. Die Präferenzen sind mannigfaltig wie das Leben selbst. Manche mögen dies, andere das. Pornos mit „body modifications“ allerdings sind im Kommen, was vor 30 Jahren noch völlig undenkbar war. Damals heftete Tätowierungen noch etwas Verruchtes an, nur Knastbrüder ließen sich ihre Haut „verschönern“.

Europäische Frauen im Rückstand bei pornografischen Websites

Brasilianerinnen und Philippinen, die 39% der Pornhub-Konsumentinnen ausmachen, zeigen das größte Interesse an diesen Seiten. Es folgen Deutsche (25% der Besucherinnen), Französinnen (32%), Russinnen und Engländerinnen (28%).

Pornos als Weg in den siebten Himmel

Auf die Frage, was hinter diesem Interesse an Pornos steckt, antworteten 73% der Befragten, dass es ein effektives und schnelles Mittel sei, um zum Orgasmus zu kommen. Zwei von fünf Befragten sind außerdem der Meinung, dass Pornos eine Quelle für Ideen sein können, wie man sein Sexleben aufpeppen kann.

Frauen, traut euch an die Pornofilme – und wenn es die von Rafael Santeria sind, habt ihr bestimmt eine Vorliebe für ein ganz spezielles Genre: den Hatefuck, das misogyne Ficken.

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