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Grundlage jeder sexuellen Beziehung
Die menschliche Sexualität hat viele Facetten. Im BDSM geht es zum Beispiel mitunter sehr hart zu. Da werden Sklaven und Sklavinnen gefoltert und gequält, ausgepeitscht, an Andreaskreuze gefesselt oder bekommen Klemmen und Gewichte an Brustwarzen oder Schamlippen befestigt. So grausam die Handlungen auch sein mögen, sie basieren auf Einvernehmlichkeit.
Was ist mit Einvernehmlichkeit gemeint?
Das ist das Grundprinzip des BDSM. Alle Handlungen, so brutal sie auf Außenstehende auch wirken mögen, beruhen auf Einvernehmlichkeit. Damit ist gemeint, dass alle Beteiligten mit den Handlungen einverstanden sind. Devote Frauen und Männer, die Subs, werden gequält, gepeinigt oder erniedrigt, weil sie es wollen. Sie sind masochistisch veranlagt und empfinden Lust dabei, wenn sie Schmerzen ertragen oder beleidigt werden.
Ihr Gegenspieler ist der Meister oder die Domina. Sie empfinden Lust daran, der Sub Schmerzen zuzufügen und sie zu peinigen. Beide ergänzen sich mit ihren Neigungen. Übrigens sind solche SM Beziehungen erstaunlich stabil, oft stabiler als so genannte normale Beziehungen. Das liegt daran, dass sich die Partner gegenseitig vertrauen und ihre sexuellen Fantasien ausleben können.
Wie wird die Einvernehmlichkeit gewährleistet?
Das geschieht auf unterschiedliche Art und Weise. Wenn sich ein Dom (der dominante Partner) und die Sub (die devote Partnerin) zum ersten Mal treffen, unterhalten sie sich. Dabei kommt das Thema Einvernehmlichkeit zur Sprache (SSC = safe, sane & consensual). Der oder die Sub sagt klar und deutlich, wo seine Stärken und Schwächen liegen und welche Behandlungen oder Foltermethoden er akzeptiert und welche für ihn tabu sind.

Was für Unbeteiligte wie ein wildes Chaos aus Folter und Schmerz aussieht, ist in Wahrheit ein Rollenspiel, das auf Einvernehmlichkeit beruht. Das Prinzip wird von allen Angehörigen der BDSM Szene geachtet. Bei einer Orgie oder beim Gruppensex geht es hoch her. Dabei treffen auch Menschen zusammen, die sich nicht persönlich kennen, ja mitunter noch nie zuvor gesehen haben.
Trotzdem wird auf die Einhaltung der Einvernehmlichkeit geachtet. Das geschieht, indem ein so genanntes Safe Word, auch Stoppwort genannt, vereinbart wird. Wenn der oder die Sub das Wort nennt, bedeutet es, dass sie mit der betreffenden Aktion nicht einverstanden ist. Der Dom hat sein Tun sofort zu stoppen. Mitunter wachen Unbeteiligte, dass die Regeln der Einvernehmlichkeit eingehalten werden. Das funktioniert sehr gut. Nur sehr selten kommt es zu Problemen.
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