Wie gefährlich sind Deepfake-Pornos?

Von Carlos Galvez Otoño
Voraussichtliche Lesedauer: 3 Minuten
Wie gefährlich sind Deepfake-Pornos?
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Künstliche Intelligenz in der Pornobranche

Pornos zählen seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Filmkategorien. Dies gilt vor allem für Online-Streams. Der beinahe uneingeschränkte Zugang zum Internet sowie der heutige Stand der Technik eröffnen völlig neue Möglichkeiten. Dies gilt vor allem für die Produktion von unterschiedlichen Inhalten. Die Zuhilfenahme der künstlichen Intelligenz ermöglicht jedoch auch die Erstellung von sogenannten Deepfake-Pornos mit ahnungslosen Darstellern in den Hauptrollen.


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Was sind Deepfake-Pornos?

Bei Deepfake-Pornos handelt es sich nicht um eine reguläre Pornoproduktion. Die Bezeichnung stammt aus dem Englischen und beschreibt eine computerunterstützte Fälschung. Hierbei werden die Darsteller eines bereits vorhandenen Pornofilms mithilfe bestimmter Apps ausgetauscht. Die künstliche Intelligenz spielt in diesem Fall eine besonders wichtige Rolle.

Dabei analysiert die KI-Software die Sequenzen des pornografischen Films sowie die Bewegungen der gewählten Person. Diese werden anschließend in eine dreidimensionale Form gebracht. Dadurch entsteht ein täuschend echter Pornofilm mit völlig ahnungslosen Darstellern.

Wie gefährlich sind Deepfake-Pornos?

Die ersten künstlich bearbeiteten Pornos wurden mit Gesichtern von Prominenten erstellt. Die Technik ermöglicht jedoch auch die Verbreitung von sogenannten Rachepornos. Meist erstellen verletzte Personen diese Art von Pornografien, um sich für schmerzhafte Abweisungen zu rächen. In vielen Fällen handelt es sich hierbei um den ehemaligen Partner.

Eindeutige Hinweise auf einen Deepfake-Pornofilm

Die meisten gefakten Pornos verfügen über deutlich sichtbare Schwächen. Die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz scheinen zwar grenzenlos, dennoch hat sie kleine Lücken. Gefälschten Pornofilmen fehlt daher oftmals der logische Handlungsstrang. Dies betrifft vor allem die Dialoge und den Inhalt des Films. Eine weitere Möglichkeit, um einen gefälschten Pornofilm zu entlarven, ist die genaue Kontrolle der technischen Umsetzung.

Zu den Filmen

In diesem Bereich verstecken sich meist Unmengen an Fehlern. Unscharfe Kanten sind beispielsweise ein eindeutiges Zeichen für Deepfakes. Abweichende Farben deuten ebenfalls auf eine Fälschung hin. Im Bereich der Haare sind diese Schwächen oftmals besonders gut sichtbar. Auch die Beleuchtung sowie die Auflösung liefern hierzu weitere Informationen. Ein überaus eindeutiges Anzeichen für einen Deepfake-Porno ist jedoch das fehlende Blinzeln der Darsteller. Ist dieser Reflex nicht oder nur sehr selten sichtbar, so ist auch die Echtheit des Films beinahe ausgeschlossen.

Die Verbreitung von pornografischen Inhalten ist an zahlreiche gesetzliche Vorgaben gebunden. Die Darsteller müssen volljährig und mit der Veröffentlichung einverstanden sein. Dies gilt vor allem für das Einpflegen von Gesichtern mithilfe einer KI-Software. Ein fehlendes Einverständnis der betroffenen Personen stellt einen Straftatbestand dar. Es handelt sich hierbei schließlich um das Recht am eigenen Bild.

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Der Missbrauch von Abbildungen ist als Verletzung der Persönlichkeitsrechte gesetzlich geregelt. In Ländern wie Südkorea, China ist die Verbreitung von Deepfake-Pornos gänzlich untersagt. Dies gilt auch für einige Bundesstaaten der USA. Die Gesetzesübertretung hat in diesen Ländern empfindliche Strafen zur Folge. Mehrjährige Freiheitsstrafen sowie hohe Schadensersatzforderungen sind keine Seltenheit.

In den Weiten des Internets sind Unmengen an Deepfake-Pornos zu finden. Diese entstehen größtenteils ohne die Zustimmung der betroffenen Personen. Viele Filme sind jedoch bereits an kleinen technischen Ungereimtheiten leicht zu erkennen.

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