Neue französische Regulierungen für Inhalte für Erwachsene

Von Valérie Francès-Pecker
Voraussichtliche Lesedauer: 4 Minuten
Neue französische Regulierungen für Inhalte für Erwachsene
Neue französische Regulierungen für Inhalte für Erwachsene
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Eine Herausforderung für Produzenten

Der fran­zö­si­sche Senat hat kürz­lich Ände­run­gen an einem Gesetz­ent­wurf zur "Siche­rung und Regu­lie­rung des digi­ta­len Raums" vor­ge­nom­men. Die­se Anpas­sun­gen, die sich spe­zi­ell auf Inhal­te für Erwach­se­ne bezie­hen, könn­ten weit­rei­chen­de Aus­wir­kun­gen auf die Ero­tik­in­dus­trie haben.


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Neue Gesetze verschärfen Anforderungen für Inhalte für Erwachsene

Die vor­ge­schla­ge­nen Ände­run­gen ver­lan­gen von Web­sites, die Inhal­te für Erwach­se­ne anbie­ten, eine War­nung zu geben, wenn die gezeig­ten Sze­nen ille­ga­le Akti­vi­tä­ten, wie bei­spiels­wei­se Ver­ge­wal­ti­gung, sexu­el­le Über­grif­fe oder Straf­ta­ten gegen Min­der­jäh­ri­ge, simu­lie­ren. Dar­über hin­aus sol­len Dar­stel­ler das Recht erhal­ten, die Ent­fer­nung von Inhal­ten, in denen sie vor­kom­men, zu ver­lan­gen – unab­hän­gig von den ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Bedin­gun­gen.

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Sena­tor Lau­rence Ros­si­gnol bestä­tig­te, dass die­se Ände­run­gen – inspi­riert durch einen sen­sa­tio­nel­len Anti-Por­no-Bericht im Par­la­ment – die Arbeit für die Betrei­ber von Sei­ten mit Inhal­ten für Erwach­se­ne erschwe­ren wer­den. "Das ist das Ziel", sag­te sie, die Absicht hin­ter den Ände­run­gen unver­blümt erklä­rend.

Kontroversen um die neue Gesetzgebung

Die Ände­run­gen wur­den vor­ge­schla­gen und ver­ab­schie­det, wäh­rend das Land unter hef­ti­gen zivi­len Unru­hen lei­det, was eini­ge Kri­ti­ker als Ablen­kungs­ma­nö­ver inter­pre­tie­ren. Tat­säch­lich wer­den die­se Neue­run­gen nicht ohne Kon­tro­ver­se akzep­tiert. Die Anfor­de­run­gen könn­ten als eine Form der Zen­sur gese­hen wer­den, die das Recht auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung und künst­le­ri­sche Frei­heit ein­schränkt.

Neue französische Regulierungen für Inhalte für Erwachsene

Jean-Noël Bar­rot, Minis­ter für den digi­ta­len Wan­del, äußer­te sich eben­falls zur Novel­le. Wäh­rend er die Absicht hin­ter dem Gesetz begrüßt, warn­te er, dass noch Arbeit an der genau­en Aus­füh­rung zu leis­ten sei. Ins­be­son­de­re äußer­te er Beden­ken gegen den zwei­ten Ände­rungs­an­trag, der Dar­stel­lern das Recht ein­räumt, die sofor­ti­ge Ent­fer­nung ihrer Inhal­te aus dem Inter­net zu ver­lan­gen. Er befürch­tet, dass die­se Rege­lung in der Pra­xis Inhal­te für Erwach­se­ne ein­fach ille­gal machen könn­te.

Die Auswirkungen auf die Branche und den Schutz von Darstellern

Die Vor­schlä­ge könn­ten sich erheb­lich auf die Ero­tik­in­dus­trie aus­wir­ken. Pro­du­zen­ten von Inhal­ten für Erwach­se­ne könn­ten gezwun­gen sein, ihre Ver­trä­ge und Geschäfts­mo­del­le zu über­den­ken, um den neu­en Geset­zen zu ent­spre­chen. Die Aus­wir­kun­gen könn­ten weit­rei­chend sein, da vie­le Akteu­re in der Bran­che ihre Akti­vi­tä­ten mög­li­cher­wei­se ein­schrän­ken oder ganz ein­stel­len müs­sen, um recht­li­che Kon­se­quen­zen zu ver­mei­den.

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Auf der ande­ren Sei­te bie­ten die­se Ände­run­gen Schau­spie­lern mehr Kon­trol­le über ihre Arbeit. Sie könn­ten das Recht erhal­ten, Inhal­te, in denen sie auf­tre­ten, aus dem Inter­net ent­fer­nen zu las­sen – eine Macht, die sie bis­her oft nicht hat­ten. Dies könn­te ihnen eine grö­ße­re Sicher­heit und Kon­trol­le über ihre Kar­rie­re ermög­li­chen.

Den­noch wirft die­se Neu­re­ge­lung Fra­gen auf. Es stellt sich die Fra­ge, ob die neu­en Bestim­mun­gen wirk­lich zum Schutz der Dar­stel­ler bei­tra­gen oder ob sie eher der Zen­sur die­nen. Ist es fair und sinn­voll, Pro­du­zen­ten und Platt­for­men von Inhal­ten für Erwach­se­ne zu zwin­gen, ihren Betrieb mög­li­cher­wei­se ein­zu­stel­len, um einer mög­li­cher­wei­se unrea­lis­ti­schen und restrik­ti­ven Gesetz­ge­bung zu ent­spre­chen?

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Die vor­ge­schla­ge­nen Ände­run­gen könn­ten einen ent­schei­den­den Wen­de­punkt in der Art und Wei­se dar­stel­len, wie wir Erwach­se­nen­in­hal­te kon­su­mie­ren und pro­du­zie­ren. Sie könn­ten ein neu­es Kapi­tel in der fort­wäh­ren­den Debat­te dar­über auf­schla­gen, wie wir das Inter­net regu­lie­ren und wer die Kon­trol­le über die Inhal­te hat, die wir online sehen und tei­len.

Abschließende Gedanken

Die jüngs­ten Geset­zes­än­de­run­gen des fran­zö­si­schen Senats sind ein kla­res Bei­spiel für die zuneh­men­de Regu­lie­rung des digi­ta­len Raums, ins­be­son­de­re im Hin­blick auf Inhal­te für Erwach­se­ne. Sie stel­len eine Her­aus­for­de­rung für Pro­du­zen­ten und Platt­for­men dar, die sich mög­li­cher­wei­se mit stren­ge­ren Vor­schrif­ten und höhe­ren Haf­tungs­ri­si­ken kon­fron­tiert sehen.

Gleich­zei­tig eröff­nen sie eine wich­ti­ge Dis­kus­si­on über die Rech­te von Dar­stel­lern und die Gren­zen zwi­schen Regu­lie­rung, Zen­sur und Schutz. In der hit­zi­gen Debat­te, die zwei­fel­los fol­gen wird, müs­sen wir sorg­fäl­tig abwä­gen, wie wir den digi­ta­len Raum effek­tiv und ethisch regu­lie­ren kön­nen, ohne die Frei­heit der Mei­nungs­äu­ße­rung und die Rech­te der Betei­lig­ten unnö­tig ein­zu­schrän­ken.

Die jüngs­ten Ände­run­gen des fran­zö­si­schen Senats könn­ten tief­grei­fen­de Aus­wir­kun­gen auf die glo­ba­le Ero­tik­in­dus­trie und auf die Art und Wei­se haben, wie wir Inhal­te für Erwach­se­ne kon­su­mie­ren und pro­du­zie­ren. Sie ver­deut­li­chen ein­mal mehr die Not­wen­dig­keit, stän­dig über unse­re digi­ta­len Rech­te und Frei­hei­ten nach­zu­den­ken und wie wir die­se in einer sich stän­dig ver­än­dern­den digi­ta­len Land­schaft bewah­ren kön­nen.

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