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Einvernehmlicher Sex – ist diese App die Lösung?

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Einvernehmlicher Sex - ist diese App die Lösung?

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Einvernehmlicher Sex – Wer definiert es?

Müssen wir jetzt einen Vertrag schließen?

Nicht zuletzt seit der #Me Too Debatte diskutieren große Teile der Welt, was einvernehmlicher Sex ist und wann er nicht mehr einvernehmlich ist. Zwar ist die Mehrheit der Menschen dafür, dass alle Partner dem Geschlechtsverkehr zustimmen sollten, doch ist es schwierig, die beweisen zu können, ob der Sex einvernehmlicher Sex ist. Abhilfe will deshalb nun eine App schaffen. Mit „Legalfling“ sollen alle Partner einen Vertrag bekommen, der sie rechtlich absichert. Das verspricht zumindest die Beschreibung der App.

Einvernehmlicher Sex - ist diese App die Lösung?Bis heute gibt es in Deutschland Diskussionsbedarf, was das Sexualstrafrecht betrifft: Zwar gilt seit 2016, dass der es kein einvernehmlicher Sex ist, wenn der Partner oder die Partnerin ein klares „Nein“ von sich gegeben hat. Es ist jedoch schwierig, das ganze vor Gericht beweisen zu können, solange es keine rechtlichen Dokumente wie einen Vertrag gibt. Doch wer setzt sich vor dem Sex schon hin und setzt für alle beteiligten Partner einen Vertrag auf? Bürokratie – der Lustkiller Nummer eins. Niederländische Entwickler haben deshalb eine App entwickelt, die einen solchen rechtlichen Schutz bieten könnte. Es wird nicht nur geklärt, ob einvernehmlicher Sex gewollt ist, sondern auch, welche Praktiken als einvernehmlicher Sex gelten.

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Dabei ist die Palette groß: Von Zungenküssen bis BDSM-Spielchen ist alles dabei. Erst wenn alle Beteiligten dem Vorschlag zugestimmt haben, so die Idee der App, kann der Spaß bedenkenlos beginnen. Durch die Blockchain-Technologie müssen sich Benutzer der App keine Sorgen um sensible Daten machen. Blockchains bieten eine ideale Verschlüsselung, die unter Experten als unknackbar gilt.

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Einvernehmlicher Sex – und da soll ausgerechnet eine App helfen?

Strafrechtsexperten sehen die App und ihr Versprechen jedoch kritisch. Anders als bei echten Verträgen, die mit einer einmaligen Unterschrift schwer zu fälschen sind, muss der Nutzer oder die Nutzerin bei Legalfling nur auf einen Button zum Bestätigen klicken und es ist einvernehmlicher Sex. Dabei ist jedoch nicht geklärt, ob der Smartphonebesitzer selbst oder doch eine andere Person auf den Button gedrückt hat. Auch ist es fraglich, ob die Bestätigung durch die App vor einem Gericht Bestand haben könnte.

Es ist also klar: Die Debatte um einvernehmlichen Sex ist noch nicht beendet und es wird noch viele Ideen geben, dieses Problem zu lösen. Einen anderen Weg ist man in Schweden gegangen: Dort gilt seit neustem Sex nur dann als einvernehmlicher Sex und somit als legal, wenn vorher alle Beteiligten ihre Zustimmung gegeben haben. Auch hier dürfte es jedoch Probleme mit der Beweisbarkeit solcher Aussagen geben.

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