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New York will Prostitution legalisieren

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New York will Prostitution legalisieren

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New Yorker Gesetzesentwurf will erstmals Prostitution legalisieren

Wo bleibt das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und eine Stimme für Diversität?

Gerade bei den doch prüden Amerikanern mit ihren frommen, christlichen Alltagsanschauungen würde man diese Schlagzeile nicht vermuten. Denn in den meisten US-Staaten ist Prostitution und Sexarbeit strengstens verboten und wird mit Geldstrafen bis Freiheitsentzug geahndet. Und nun will man ausgerechnet dort die Prostitution legalisieren?

Eine kleine Ausnahme, wo Sexarbeit legal ist, bilden lediglich einige Teile Nevadas, wo neben Glücksspiel auch der Handel mit Sex einen Raum gefunden hat. Nun will sich jedoch New York als erster Bundesstaat für eine Legitimation von Sexarbeit und Prostitution stark machen. Für die Lobby der Sexworker eintreten, ihnen Gehör verschaffen. Und mit überholten und dennoch umstrittenen Vorschriften und Tabuisierungen aufräumen.

New York will Prostitution legalisierenProstitution legalisieren – Es geht um Selbstbestimmung

Vielerorts werden Klienten von Sexarbeiterinnen nämlich nach wie vor streng bestraft. Selbst wenn der Sex in einem einvernehmlichen Geschäft unter Berücksichtigung aller Grenzen stattfindet. Es geht um viel mehr als um den Austausch einer Dienstleistung dabei: Es geht um sexuelle Freiheit und Selbstbestimmung. So argumentiert nicht nur die Fraktion der Beteiligten, sondern auch eine Reihe von New Yorker Senatorinnen, die in einer 13-seitigen Gesetzesvorlage für die Legalisierung von Prostitution plädieren.

Wichtig dabei ist eine Einhaltung bestimmter Grenzen und Vorgaben. Dennoch wollen die Politikerinnen rund um die die Lobbygruppe „DecrimNY“ mit den veralteten, konservativ-republikanischen Einstellungen gegenüber bezahltem Sex und sexueller Selbstbestimmung aufräumen. Mit verkrusteten Ansichten soll jetzt Schluss sein!

Sicherheit und Diversität von Lebensmodellen fördern: Prostitution legalisieren

Das Ziel ist es, der drohenden sozialen Abwärtsspirale Einhalt zu gebieten, die den auf der Straße lebenden Jugendliche und illegalen Einwanderern droht, die sich der Sexarbeit zuwenden. So soll bezahlte eine sexuelle Dienstleistung fortan nur an bestimmten Örtlichkeiten stattfinden dürfen, also für diese Form der Arbeit ebenfalls eine Arbeitsumgebung geschaffen werden. So wie es jede andere Profession auch hat.

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Diversität von Lebensmodellen ist wichtig und braucht eine Lobby, die für unterdrückte Gruppen sprechen und ihnen eine Stimme geben. Die Prostitution zu legalisieren ist nun an der Zeit.

Entkriminalisierung von Prostitution und Auflösen ambivalenter Grauzonen

Einen Raum für die Entkriminalisierung von Prostitution zu schaffen, ist in den USA ein schwieriges Unterfangen. Nicht nur, dass bezüglich sexueller Dienstleistung großer Argwohn besteht, was sicherlich auch in der kulturellen Geschichte Amerikas begründet liegt, auch sind die Grenzen zwischen Pornografie und Sexarbeit unlogisch ambivalent. Wird nämlich ein Sexakt auf Film festgehalten, verstößt das in den USA komischerweise nicht gegen das Gesetz. Der Markt für Pornografie ist dort daher einer der weltweit größten. Er wächst mehr und mehr im Zeitalter des Internets. Die Grenzen zur Prostitution sind fließend und man bewegt sich thematisch in einer unschlüssigen Grauzone.

Freier und Escort: Paysex mit Happy End

Ebenso ist ein Problem, dass Sexarbeiter oft selbst Opfer von Polizeigewalt werden, die mal so und mal so agieren. Gegen diese Problematik will sich Senatorin Jessica Raven nun stark machen und die Prostitution legalisieren. Die einst selbst ehemalige Sexarbeiterin und Mitglied der Lobbyistenvereinigung „DecrimNY“ betont die Notwendigkeit einer Entkriminalisierung von Prostitution.

Ein Meilenstein für das Angleichen von Lebensrealitäten anstelle von antiquierten Scheinvorstellungen und Tabuisierung: Mit widersinnigen Argumentationen soll aufgeräumt werden und eine Verbesserung der Lebensumstände von Sexarbeitern bewirkt werden. Erst wenn antiquierte Scheinvorstellungen abgelöst und einer tatsächlichen Lebensrealität der Betroffenen angeglichen werden, kommen Menschen in dieser Profession auch dazu, selbstbestimmt zu wählen und ebenfalls Sexualität frei zu leben.

Die Senatorinnen von New York haben einen wichtigen Meilenstein gesetzt, wenn sie es schaffen, die Prostitution zu legalisieren.

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