Erotiklexikon: Frenulum

    Von Eronite Pornolexikon
    Voraussichtliche Lesedauer: 4 Minuten
    Frenulum
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    Frenulum an Penis und Klitoris

    Der Begriff Frenulum stammt aus der Anatomie. Er bezeichnet kleine Schleimhautfalten, beispielsweise das Zungenbändchen in der Mundhöhle. Ebenfalls in der Mundhöhle befinden sich die Lippenbändchen an den Innenseiten von Ober- und Unterlippe. Ein Frenulum weisen auch die männlichen und weiblichen Geschlechtsteile auf.

    Diese kleinen Hautbändchen sind sehr empfindsam und können daher leicht Erregung entfesseln. Bei Männern befindet sich das Vorhautbändchen zwischen Vorhaut und der Unterseite der Eichel. Es zählt zu den erogensten Stellen des männlichen Körpers. Bei Frauen verläuft das Frenulum zwischen dem unteren Teil des Kitzlers und den kleinen Schamlippen. Beim Oralsex führen Reizungen des Frenulums mit der Zunge zu starker Stimulation. Aber auch für manuelle Berührungen ist es sehr empfänglich.

    Beim Mann enthalten Vorhaut, Eichel und Frenulum eine Menge Meissner’sche Tastkörperchen, die durch Dehnung angeregt werden. Biologen gehen davon aus, dass das Vorhautbändchen am Reflex zum Ejakulieren beteiligt ist. Das Frenulum soll auch dabei mitwirken, dass die Erektion des Penis aufrecht erhalten bleibt.

    FrenulumWissenswertes über das Vorhautbändchen

    Beim Mann dient das Frenulum als zusätzliche Hautreserve, wenn sich der Penis bei der Erektion verlängert. Ein spezieller Gleiteffekt sorgt dafür, dass keine unnötigen Reibungen beim Sexualverkehr entstehen. Ein Leben lang wird die Eichel durch die Vorhaut feucht gehalten. Sie schützt diese außerdem vor Verletzung und Verschmutzung und beugt schädlichen Umwelteinflüssen, dem Austrocknen und dem Verlust der Empfindsamkeit vor.

    Sammeln sich bei ungenügender Hygiene Epithelzellen an der Vorhaut, ist dies der Auslöser für Smegma. So nennt man das Talgdrüsen-Sekret im Intimbereich. Es muss regelmäßig entfernt werden, um Pilze und weitere Krankheitserreger zu vermeiden. Ferner kann es zu einer Vorhautentzündung kommen. Die Übertragung von Geschlechtskrankheiten begünstigt das Smegma bei ungeschütztem Intimverkehr ebenfalls.

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    Eine Eichelentzündung (Balanitis) tritt manchmal auf, weil es mit der Intimhygiene übertrieben wird. Eine zweifache Reinigung pro Tag gilt als ausreichend. Außerdem gilt für Frauen und Männer, im Intimbereich keine Feuchttücher oder Seife zu verwenden. Von Intimdeodorants ist ebenfalls abzuraten. Klares Wasser eignet sich für die Reinigung von Eichel, Vorhaut und Frenulum am besten.

    Frenulum: Kleines Bändchen mit großer Wirkung

    Der sexuell sensibelste Bereich am Körper eines Mannes ist sicherlich die Eichel. Sie lässt sich ohne Umschweife als seine zentrale erogene Zone beschreiben. Allerdings gibt es in dieser Zone mit dem sogenannten Frenulum noch einmal einen sehr kleinen Abschnitt, der noch empfindlicher ist und das sexuelle Empfinden enorm steigern kann. Nicht umsonst ist mitunter vom F-Spot die Rede.

    FrenulumUnter rein anatomischen Gesichtspunkten ist ein Frenulum eine kleine Falte der menschlichen Schleimhaut. Aus dem Lateinischen ins Deutsche übertragen bedeutet das Wort so viel wie Bändchen. Ein Frenulum findet sich bei Frauen und Männern an diversen Körperstellen. So kommt es beispielsweise in der Mundhöhle als Zungen- oder Lippenbändchen vor.

    Ist von Frenulum die Rede, wird darunter aber für gewöhnlich das Bändchen an der Eichel eines Mannes verstanden. Es verbindet die Eichel mit der Vorhaut. Seine vollständige medizinische Bezeichnung lautet Frenulum praeputii penis. Bei beschnittenen Männern kann es sein, dass mit der Vorhaut auch das Bändchen entfernt worden ist. Maßgeblich dafür ist die jeweilige Beschneidungstechnik. Das Frenulum ist eine hocherogene Zone und reagiert leicht auf manuelle Stimulationen. Grund dafür sind eine Vielzahl von Nervenenden, die an dieser Stelle des männlichen Körpers enden.

    Der männliche G-Punkt ist eigentlich ein F-Punkt

    Bei Frauen gilt der sogenannte Grafenberg-Spot im Inneren der Vagina als ungemein sensible erogene Zone. Im täglichen Gebrauch ist in diesem Zusammenhang meistens nur vom G-Punkt die Rede. Analog dazu kann man bei Männern das Frenulum an der Unterseite der Eichel als F-Spot oder F-Punkt bezeichnet werden. Die Stimulation des gut einen Zentimeter langen Bändchens hat bei Männern in etwa eine vergleichbare Wirkung wie die Stimulation des G-Punktes bei Frauen. Natürlich besteht auch ein großer Unterschied – der F-Punkt ist nämlich deutlich einfacher zu finden, als der G-Punkt.

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    Der Grund dafür ist schlicht, dass man ihn problemlos mit den Augen sehen kann, was bekanntlich bei Grafenberg-Spot nicht der Fall ist. Die Stimulation des Frenulums löst in der Regel höchste Luftgefühle bis hin zum Orgasmus aus. Eine Stimulation kann dabei mit den Fingern, der Zunge, den Lippen oder auch einem Vibrator erfolgen. Das Frenulum kann übrigens auch relativ problemlos mit einem oder mehreren Piercings versehen werden.

    Synonyme:
    Vorhautbändchen, F-Punkt
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