Männer aufgepasst: Die Tücken beim Flirten

Von Jens Haberlein
Voraussichtliche Lesedauer: 4 Minuten
Männer aufgepasst: Die Tücken beim Flirten
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Die Tücken beim Flirten mit dem anderen Geschlecht

Fallen, Stricke, Strategien – Was denkt sie über mich?

Kennst du die Hemm­schwel­le, einen frem­den Men­schen anzu­spre­chen? Beson­ders span­nend wird es, wenn ein Mann es wagt, eine Frau anzu­spre­chen. Selbst wenn er die Tücken beim Flir­ten kennt. Sogar in völ­lig harm­lo­sen Situa­tio­nen, wie neu­lich, als ich irgend­wo ver­lo­ren vorm Dom stand – und wie­der mal null Ori­en­tie­rung hat­te.


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Kennst du die Hemmschwelle, einen fremden Menschen anzusprechen?

Also habe ich mutig eine Pas­san­tin ange­spro­chen. Hät­te auch ein Typ sein kön­nen, aber manch­mal ist das Leben ziem­lich tückisch. Der Zufalls­ge­nera­tor sprang auf Frau.

Da steht sie nun vor mir und fällt 110% in mein Beu­te­ras­ter. Drü­cken wir auf „Super-Zeit­lu­pe“ und spä­hen in die Gehirn­ka­prio­len, die im Bruch­teil einer Sekun­de in mei­nem Bio­com­pu­ter ablau­fen.

Warum es manchmal schwierig ist, jemanden anzusprechen

Ihr ers­ter Blick sagt alles: „Na? Bist du auch einer die­ser Ärsche, die mir nur an die Wäsche und mich wie ein Sex­ob­jekt benut­zen wol­len?“ Autsch.

Männer aufgepasst: Die Tücken beim FlirtenMit einem ein­zi­gen Blick schleu­dert mir die Unbe­kann­te all ihr Miss­trau­en und ihre gesam­mel­ten, mie­ses­ten Erfah­run­gen mit den lau­sigs­ten Exem­pla­ren der Män­ner­gat­tung ent­ge­gen. Merk­wür­dig. Wie­so erin­nert sie sich nicht an ihre wun­der­vol­len Orgas­men, die sie mit die­sen strup­pi­gen Sub­jek­ten, genannt „Mann“, hat­te? Gehö­ren nicht zwei zu dem Spiel? Ich füh­le mich irgend­wie mies, denn auf der einen Sei­te hat sie mich, ohne es zu ahnen, ohne mich zu ken­nen, ohne ein Wort, ernied­rigt. Schließ­lich habe ich vie­le Jah­re an mir gear­bei­tet, um mei­ne männ­li­chen Schat­ten­aspek­te in den Griff zu bekom­men. Ande­rer­seits ist das nicht auf mei­ne Stirn geschrie­ben.

Woher soll sie wis­sen, dass ich sie nicht benut­zen wür­de? Außer, sie wür­de es sich wün­schen. Was sie kaum sagen wür­de, son­dern erwar­tet, dass ich es ihr an der Nasen­spit­ze anse­he. Ein Grund­pro­blem der Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Frau und Mann. Einer­seits soll ich raten, ande­rer­seits darf ich nicht zu forsch sein. Aber was ist mit ihr? Hat sie ansatz­wei­se eine Vor­stel­lung, was sie anrich­tet, in ihrem Som­mer­kleid­chen, mit den unschul­di­gen Blüm­chen drauf? Die­sem hauch­zar­ten Stoff, der sich auf Mole­ku­lar­ebe­ne an ihrer Haut, ihren Kur­ven, ihrer geball­ten Ladung frau­li­cher Sinn­lich­keit reibt? Jetzt weht auch noch der Wind durch ihr lan­ges, schwar­zes Haar.

Wird sie mir eine knallen, zumindest verbal?

Weiß sie von die­sen gemei­nen Genen, die dafür ver­ant­wort­lich sind, dass Män­ner, auch ich, hoff­nungs­los para­ly­siert wer­den, sobald eine Ansamm­lung von Run­dun­gen in einer bestimm­ten Form zusam­men fal­len? Natür­lich will ich Sex mit ihr. Wie­so auch nicht? Das ist nicht ein­fach „Prä­gung“. Es steckt in mei­ner DNA. Ja, Frau… Eine Idee, wie sich das anfühlt? Es wäre ein Fluch, wenn es sich nicht oft gut anfüh­len wür­de. Ich will wis­sen, wie sie klingt, wie sie duf­tet, wie sie ihre Fas­sung ver­liert – und sich in mei­nen Armen auf­löst. Heißt das, dass ich des­we­gen eine der erschre­cken­den Begeg­nun­gen mit Män­nern bin? Ver­wech­selt sie mich? Mit wem? Wer war der Idi­ot?

Sie schaut mich streng an, ihr Kör­per ist leicht gespannt. Bereit mir eine zu knal­len. Oder zumin­dest ver­bal einen fie­sen Spruch an den Kopf zu wer­fen, und eilig wei­ter­zu­has­ten. Ich will ihr zuvor­kom­men. Ich lege mir ein Plä­doy­er zurecht und weiß um die Tücken beim Flir­ten.

Kann man(n) die Tücken beim Flirten umschiffen?

Ob sie denn kei­nen Spaß am Sex habe, an der Erobe­rung, an der Hin­ga­be, am Vor­spiel, an der Ver­schmel­zung zwei­er Kör­per? Und ob sie es fair fin­det, einem frem­den Mann mit Vor­ur­tei­len zu begeg­nen und ihre Erfah­run­gen aus ver­gan­ge­nen Zei­ten zwi­schen unse­re ein­zig­ar­ti­ge Mög­lich­keit zu schie­ben? Ob sie es toll fän­de, wenn sie jeder­zeit als poten­ti­el­ler Frau­en­schän­der oder fie­ser Macho gese­hen wür­de? Da däm­mert mir wie­der, dass sie es wohl kaum toll fin­det, jeder­zeit als wil­li­ger Por­no­star gese­hen zu wer­den. Nur weil sie gene­tisch einen Frau­en­kör­per geschenkt bekom­men hat.

Ich läch­le sie an und fra­ge sie, wie ich zur U‑Bahnstation Stadt­mit­te kom­me. Augen­blick­lich ent­spannt sich ihre Mie­ne. Ja, sie lächelt sogar. Ein Lächeln wie ein Tai­fun, die Tücken beim Flir­ten viel­leicht umschifft? Sie beschreibt mir den Weg. Ich will mich bedan­ken und flie­hen, bevor ich mich zum Affen mache. Da sagt sie: „…aber ich woh­ne gleich um die Ecke“.

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