Was viele nicht zu fragen wagen…
Annette S., 54 Jahre alt, fragt:
Liebes Eronite-Team,
ich bin krankheitsbedingt (MS) im Vaginalbereich sehr weit geworden. Auch anal ist leider keine Option. Ich suche deshalb für meinen Mann und mich nach einer Ersatzlösung.
Die Idee ist, einen Masturbator zwischen meine Beine einzuklemmen, so dass mein Mann "mich" von hinten penetrieren kann, wobei er nicht in mich eindringt, sondern in den Masturbator.
Ich suche also einen Masturbator, der sich extrem lebensecht anfühlt. Vielleicht mit einem beheizten Inneren? Auf jeden Fall soll mein Mann das Gefühl haben, in mich vaginal und anal eingedrungen zu sein, während ich den Masturbator mit meinen Händen zwischen meinen Beinen festhalte.
Gefunden habe ich zwar verschiedene Masturbatoren, die sehr gut bewertet sind oder sehr häufig verkauft wurden, aber was davon ist wirklich realitätsnah? Welchen Masturbator können wir einsetzen, damit mein Mann rein- und rausgleiten kann und dabei ein sehr echtes Gefühl von Vaginal- bzw. Analverkehr hat? Sie können sicher beurteilen, was die beste Lösung sein kann.

Der Preis ist uns egal. Wichtig ist, einen Masturbator einsetzen zu können, der sich absolut lebensecht anfühlt, wenn mein Mann eindringt und beim hin und her die Illusion von Vaginal- und Analsex hat. Es kann auch eine Kombination von Masturbator und Sleeve sein. Wichtig ist nur ein lebensechtes Gefühlserlebnis.
Vielen Dank
Annette
Unsere Antwort:
Liebe Annette,
zuerst einmal: Wie wunderbar, dass du trotz MS so aktiv nach Lösungen suchst, um eure Sexualität lebendig zu halten. Das ist gelebte Intimität – nicht trotz Krankheit, sondern mit ihr. Genau da fängt echte Erotik an: bei der Bereitschaft, sich als Paar kreative Wege zu gönnen, statt sich ins Aus zu stellen.
Deine Grundidee – einen Masturbator zwischen die Beine geklemmt, den du aktiv führst, während dein Mann „dich“ von hinten nimmt – ist aus erotischer Sicht hervorragend. Sie erlaubt dir, beteiligt, steuernd und spürend zu bleiben, ohne deinen Körper zu überfordern. Psychologisch ist das fast wichtiger als jedes High-Tech-Silikon: Dein Mann erlebt dich als sexuelle Partnerin, nicht als „medizinischen Problemfall“, und du behältst das Gefühl von Kontrolle und Gestaltung.
Zu den Produkten: Du liegst mit deiner Suche nach „extrem lebensecht“ völlig richtig. Entscheidend sind dabei drei Dinge:
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Material
Achte auf realitätsnahe Materialien wie „Nature Skin“, TPE oder hochwertige Silikone. Die von dir genannten Varianten (Pussy-&-Ass-Masturbator sowie das Modell in Vulvavagina-Optik) sind genau in diese Richtung gedacht: weich, nachgiebig, mit einem gewissen „Fleischgefühl“, vor allem in Kombination mit gutem Gleitgel. -
Innenstruktur und Enge
Für ein möglichst „echtes“ Gefühl braucht dein Mann innen einen Wechsel aus engeren und weiteren Zonen – ähnlich wie bei Scheide und Anus. Viele Masturbatoren bieten innen Rippen, Ringe oder Strukturkanäle, die beim Rein- und Rausgleiten diesen Eindruck verstärken. Ein Modell, das explizit Vaginal- und Analöffnung kombiniert, ist daher ideal für euch: Er kann zwischen „beiden Eingängen“ wechseln, während du von außen führst und hältst. -
Wärme und Gleitgel
Ja, Wärme macht einen enormen Unterschied. Wenn der Masturbator selbst keine Heizfunktion hat, kannst du Folgendes tun:-
ihn vorab in warmem Wasser temperieren (bitte nur bis angenehm warm, nicht heiß),
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ein körperwarmes, hochwertiges Gleitgel verwenden (gern reichlich).
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So entsteht die Illusion: Er sieht deinen Körper, spürt deine Hände, deine Oberschenkel, dein Atmen, dein Schaukeln im Rhythmus – und sein Penis erlebt innen den strukturierten, engen Tunnel des Masturbators. Für das Gehirn ist das „echter Sex“, weil Kontext + Körperkontakt + visuelle Reize stimmen.
Vielleicht wären diese beiden Artikel geeignet, natürlich in Verbindung mit Gleitgel:
Ein paar praktische Tipps für eure Szenerie:
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Position
Viele Paare kommen mit einer Seitenlage oder einer leicht erhöhten Position gut zurecht (du halb auf dem Bauch, ein Kissen oder eine Rolle unter deinem Becken). So kannst du den Masturbator zwischen deinen Schenkeln einspannen, ohne viel Muskelkraft zu benötigen. -
Fixierung
Wenn das Halten mit den Händen zu anstrengend ist, kannst du zusätzlich ein breites elastisches Band (z. B. weiches Yoga- oder Stoffband) verwenden, um den Masturbator an deinen Oberschenkeln zu fixieren – deine Hände steuern dann nur noch Feinbewegungen. -
Rituale und Rollen
Ihr könnt das spielerisch inszenieren: Du „setzt ihn ein“, richtest ihn aus, lässt ihn „in dich hineingleiten“, kommentierst, was du dir vorstellst („Jetzt bist du ganz in mir“, „Jetzt nimmst du mich anal“). Die Sprache erzeugt Realität im Kopf – und genau dort sitzt 80% der Lust.
Da euch der Preis egal ist, könnt ihr auch mit einer Kombination experimentieren:
- ein schwererer, massiver Pussy-&-Ass-Masturbator für maximale Fülle und „Fleischigkeit“,
- dazu eventuell ein enger, austauschbarer Sleeve, der innen besonders strukturiert ist.
So habt ihr die Außenform, die euch optisch und haptisch gefällt, und innen könnt ihr variieren, bis es für ihn „perfekt“ ist.
Und ein letzter, wichtiger Punkt: Du darfst traurig sein, dass dein Körper sich verändert hat. Aber du darfst auch stolz sein, wie liebevoll du nach Lösungen suchst. Ihr ersetzt nicht Intimität durch Gummi – ihr nutzt Gummi, um Intimität zu schützen.
Ich hoffe, deine Frage zu deiner Zufriedenheit beantwortet zu haben. Öffne die Herzen und herze die Öffnungen – auch die technischen.
Deine Dr. Dorothea Flogger
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