Kaviar-Experten: diese 20 verrückte Fakten sind Scheiße

Von Dr. Dorothea Flogger
Voraussichtliche Lesedauer: 5 Minuten
Kaviar-Experten: diese 20 verrückte Fakten sind Scheiße
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Mit diesen 20 verrückten Fakten zum Kaviar-Experten werden

Mal ehrlich: Menschliche Ausscheidungen sind nun nicht unbedingt ein Thema für den Smalltalk auf einer Party. Über Kot spricht man nicht, die Sache ist dann doch zu eklig. Andererseits handelt es sich um einen vollkommen natürlichen Vorgang, an dem keiner vorbei kommt. Er ist sogar Teil unserer Kultur, wie der Kulturwissenschaftler Florian Werner in seinem Buch “Dunkle Materie. Die Geschichte der Scheiße” feststellt. Mehr noch: Die menschliche Kultur gründe gar auf Kot, so Werner. Erst durch die Abgrenzung davon wüssten wir überhaupt, was Kultur sei. Menschen bräuchten die Exkremente geradezu, weil durch deren Beseitigung eine Bestätigung der menschlichen Kultiviertheit stattfinde.

Florian Werner gründet diese These auf eine ganze Reihe von Fakten, welche Kacke schnell in einem anderen Licht erscheinen lässt – Fakten, mit denen man auf jeder Party punkten kann, und die sie als Kaviar-Experten ausweisen werden.

Alles über Scheiße

Kaviar-Experten: diese 20 verrückte Fakten sind ScheißeArschtrologie

Ja, der Begriff weist eine gewisse Ähnlichkeit zur Astrologie auf. Kein Wunder, es geht ja schließlich auch um mehr oder weniger ein und dasselbe. In der Arschtrologie versucht man nämlich aus den Exkrementen eines Menschen seinen Charakter und auch seinen Zukunft abzulesen. Der Fachausdruck dafür lautet allerdings Koproskopie. Dabei handelt es sich um einen Trend, der vor allem in der Antike sehr beliebt war und etliche Anhänger hatte.

Kacke als Kosmetik

Apropos Antike. Im alten Rom wurden menschliche Exkremente allen Ernstes als Gesichtscreme verwendet. Wer sich Kot ins Gesicht schmierte, sollte mit einer straffen Haut belohnt werden, glaubte man.

Ausscheidungen als Selbstschutz für den Geruchssinn

Scheiße stinkt. Allerdings tut sie das in der Regel nur 15 Minuten lang. Nach dieser Viertelstunde hat sich unser Geruchssinn an den Gestank gewöhnt und nimmt ihn nicht mehr wahr. Schnuppert man also intensiv an etwas Kaviar, kann man seinen Geruchssinn trainieren und ihn vorab schon mal an die üblen Düfte gewöhnen.

Dicker Brocken

Pro Stuhlgang kann es zu einer Freisetzung von bis zu 1,5 Kilogramm an Kot kommen. Im Durchschnitt setzt jeder Mensch pro Jahr etwa 100 Kilogramm ab.

Echt übler Gestank

Veganer setzen in der Regel doppelt so viel Kaviar ab wie Fleischesser. Im europäischen Durchschnitt sind es pro Sitzung etwa 300 bis 400 Gramm. Grund dafür ist, dass sie mehr unverdauliche Ballaststoffe zu sich nehmen. Die Kacke von Fleischessern stinkt dafür übler. Beim Abbau von tierischem Eiweiß entstehen nämlichen chemische Stoffe, die für einen besonders unangenehmen Geruch verantwortlich sind.

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Stille Örtlichkeit

In Japan ist ein elektrisches Gerät überaus beliebt, das die Geräusche beim Stuhlgang übertönen soll. Es heißt Otohime und hört sich wie eine laufende Wasserspülung an.

Kunstvolle Kacke

Der britische Bildhauer Marc Quinn hat im Jahr 1997 aus seiner eigenen Scheiße eine Porträt seines eigenen Gesichts geformt. Dem Kunstwerk gab er den passenden Titel “Shit Head”.

Weißer Stuhl

Stuhl muss nicht zwangsläufig braun bzw. dunkel sein. Er kann unter Umständen auch weiß glänzen. Meist ist das dann der Fall, wenn man zuvor Röntgenkontrastmittel geschluckt hat oder unter einer bestimmten Lebererkrankung leidet. Salmonellen verfärben den Stuhl hingegen grün. Blaubeeren wiederum sorgen für eine tiefschwarze Farbe.

Üble Strafe

Im Jahr 2009 wurde in Florida ein Frau verhaftet, weil sie ihrer Tochter ein Stück Seife so tief in den Mund gesteckt hatte, dass sich das Mädchen übergeben musste. Grund für die üble Strafaktion: Die Kleine hatte zuvor das unerlaubte Wort “Scheiße” in den Mund genommen.

Katzenkackekaffee

Der Kopi Lowak gilt als Delikatesse unter den Kaffees und besteht ausschließlich aus Bohnen, die vorher den den Magen-Darm-Trakt einer ganz bestimmten Schleichkatzenart durchlaufen haben. Das hat natürlich seinen Preis: Pro Kilogrammen werden um die 1 000 Euro verlangt.

Exkremente-Energie

In Indien sind Kuhfladen eine wichtige Energiequelle. 700 Millionen Tonnen davon werden jährlich zum Heizen von Privatwohnungen verbrannt. Das entspricht in etwa dem Brennwert von 64 Millionen Tonnen Steinkohle.

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Fäkalien und Steuern

Mitte des 19. Jahrhundert wurden menschliche Fäkalien als Düngemittel für die Landwirtschaft wieder entdeckt. Sie wurden daher schnell zu einer äußerst gefragten Währung. Der Philosoph Pierre Leroux schlug deshalb vor, sie zu sammeln und sie dann an den Staat als Steuer abzuführen.

Heilige Windel

In Aachen wird eine Reliquie verehrt, die als Windel Jesu gilt.

Aus Ausscheidungen Gold machen

Der Künstler Piero Manzoni verkaufte 1961 seinen eigenen Kaviar in Konservendosen verpackt und als “Künstlerscheiße” etikettiert zum Preis von etwa 30 Gramm Gold. Heute ist eine der Dosen auf dem Kunstmarkt rund 30 000 Euro wert.

Guten Appetit

Erdhörnchen, Hunde, Ratten, Mäuse, Schweine, Elefanten, Chinchillas, Biber und vor allem Meerschweinchen fressen bekanntlich ihr eigenen Exkremente. Für Menschen wäre das in geringer Dosis zwar nicht unbedingt gefährlich, gilt aber dennoch als unappetitlich.

Amerikanischer Erfindergeist

Der Amerikaner Joseph Gayett erfand 1857 das Toilettenpapier, das von da an seinen Siegeszug um die Welt antrat. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gab es in New York sogar eine Variante mit dem Gesicht von Osama Bin Laden.

Besetzt

Jeder Mensch verbringt in seinem Leben ungefähr ein Jahr auf dem stillen Örtchen. Seit etwa 1600 ist man dabei am liebsten mit sich alleine. Aber erst um das Jahr 1900 setzte es sich durch, dass man die Toilettentür von innen abschließen konnte.

Popo-Genuss

Es stimmt wahrscheinlich: “Du bist, was du isst!” Stichwort gesunde Ernährung. 2009 erschien allerdings ein Porno Kaviar-Fetischisten, der sich ebenfalls diesen Titel zu eigen machte. Er hieß “Du bist, was du isst – Scheiße”.

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Die Stinkewaffe

Amerikanische Wissenschaftler haben ein Waffe entwickelt, die Gegner alleine mit ihrem Gestand in Flucht schlagen und nicht verletzen soll. Die Formal dafür war allerdings alles andere als einfach zu finden. Was Menschen als übel riechend empfinden hängt nämlich ganz wesentlich von unserer kulturellen Prägung ab. Erst nach vielen Jahren gelang es, eine universell als stinkend empfundene Biowaffe zu entwickeln.

Üble Ausbeutung

Früher mussten Hauangestellte nach dem Ende ihrer Dienstzeit noch unbezahlt weiter arbeiten. Damit sollte die Zeit abgegolten werden, die sie in den Jahren zuvor auf der Toilette verbracht hatten.

Kaviar-Experten für Scheiße

Ausscheidungen haben also viele Aspekte. Es lohnt sich, sich damit etwas näher auseinanderzusetzen. Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, sollte auf jeden Fall auf Florian Werners lesenswertes Buch “Dunkle Materie” zurückgreifen. Auf Partys muss man dann auch nicht mehr übers Wetter reden, sondern kann sich als Kaviar-Experten präsentieren.

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