Lust mit Frust: Ursachen einer Dauererektion

Von Dr. Dorothea Flogger
Voraussichtliche Lesedauer: 3 Minuten
Lust mit Frust: Ursachen einer Dauererektion
Lust mit Frust: Ursachen einer Dauererektion
5
(11)

Hart wie Stahl – Was tun bei einer Dauererektion?

Vie­le Män­ner haben mit Erek­ti­ons­pro­ble­men zu kämp­fen. Meist wird ihr bes­tes Stück nicht mehr steif genug für den Sex oder hält nicht lan­ge durch. Da könn­te sich so man­cher wün­schen, eine Dau­er­erek­ti­on zu haben. Bes­ser nicht, denn dabei han­delt es sich um einen medi­zi­ni­schen Not­fall.


Eronite empfiehlt dir
Das Dating 3.0 – Die Zukunft des Dating


Lust mit Frust: Ursachen einer DauererektionWas ist eine Dauererektion?

Die Erschei­nung wird in der Medi­zin Pria­pis­mus genannt. Es han­delt sich um eine spon­tan auf­tre­ten­de Erek­ti­on. Wenn die Erek­ti­on nicht inner­halb von 2 Stun­den wie­der zurück­geht, spricht man von einer Dau­er­erek­ti­on. Die wis­sen­schaft­li­che Bezeich­nung Pria­pis­mus lei­tet sich von Pria­pos, dem alt­grie­chi­schen Gott der Frucht­bar­keit ab, der immer mit einem über­gro­ßen, stei­fen Glied dar­ge­stellt wur­de.

Eine Dau­er­erek­ti­on ist kein lust­vol­ler Zustand, son­dern sehr schmerz­haft. Im Gegen­satz zu einer nor­ma­len Erek­ti­on sind bei einer Dau­er­erek­ti­on zwar die bei­den Schwell­kör­per rechts und links am Penis­schaft prall mit Blut gefüllt, die Eichel ist jedoch nur nor­mal durch­blu­tet.

Warum ist das gefährlich?

Weil es sich um einen Blut­stau han­delt. Das Blut fließt in die Schwell­kör­per und bleibt dort. Dadurch baut sich Druck auf, der die Blut­ge­fä­ße schä­digt. Wird gegen die Dau­er­erek­ti­on nichts unter­nom­men, hat das eine per­ma­nen­te erek­ti­le Dys­funk­ti­on, mit ande­ren Wor­ten Impo­tenz zur Fol­ge.

Der Blut­stau muss inner­halb von spä­tes­tens 24 Stun­den besei­tigt wer­den. Dar­um emp­fiehlt es sich, bei einer Dau­er­erek­ti­on die Not­auf­nah­me des nächs­ten grö­ße­ren Kran­ken­hau­ses auf­zu­su­chen. Dort gibt es Spe­zia­lis­ten, die sich um das Pro­blem küm­mern kön­nen.

Wie zeigt sich eine Dauererektion?

Der Penis ver­färbt sich bläu­lich vio­lett und ist nach oben gekrümmt. Die bei­den Schwell­kör­per sind steif, die Eichel jedoch schlaff. Je län­ger die Erek­ti­on anhält, um so mehr stei­gen die Schmer­zen. Es gibt zwei Arten von Dau­er­erek­tio­nen: Low Flow und High Flow. Beim Typ Low Flow geschieht die Ver­stei­fung, weil der Abfluss venö­sen Bluts behin­dert ist.

Die meis­ten Fäl­le (90 Pro­zent) einer Dau­er­erek­ti­on gehö­ren zu die­sem Typ. Er ist gefähr­li­cher als der High Flow Typ, bei dem zu viel arte­ri­el­les Blut zuge­führt wird, so dass es nicht schnell genug abflie­ßen kann.

Was sind die Ursachen?

Es gibt ein brei­tes Spek­trum von Ursa­chen. Sie rei­chen von Ent­zün­dun­gen, Blut­erkran­kun­gen, Throm­bo­sen, Dia­be­tes aber auch Neben­wir­kun­gen von Medi­ka­men­ten. Eine Über­do­sie­rung mit Potenz­mit­teln mit PDE‑5 Hem­mern (Wirk­stof­fe Sil­dena­fil, Tadala­fil oder Var­dena­fil) kann eben­falls eine Dau­er­erek­ti­on her­vor­ru­fen.

Auch Alko­hol- und Dro­gen­miss­brauch, ja selbst stun­den­lan­ges Rad­fah­ren mit engen Hosen ste­hen in Ver­dacht, eine Dau­er­erek­ti­on aus­lö­sen zu kön­nen. In mehr als 50 Pro­zent aller Fäl­le kön­nen die Ärz­te kei­ne kon­kre­te Ursa­che fin­den.

Wie wird eine Dauererektion therapiert?

Wenn der Pati­ent nichts unter­nimmt, lässt die Erek­ti­on irgend­wann von allein nach. Bis dahin ist es jedoch längst zu spät, weil die Schwell­kör­per unheil­bar geschä­digt sind. Es kann sogar noch schlim­mer kom­men und durch die feh­len­de Durch­blu­tung kann Mus­kel­ge­we­be abster­ben. Daher soll­ten Betrof­fe­ne so schnell wie mög­lich in die Not­auf­nah­me! Je eher die The­ra­pie beginnt, um so grö­ßer sind die Chan­cen zur Hei­lung.

Direkt zum bes­ten Dating­por­tal

Kör­per­li­che Bewe­gung ist zumin­dest ein Mit­tel zur Lin­de­rung der Effek­te einer Dau­er­erek­ti­on, weil dadurch die Durch­blu­tung ange­regt wird. Im Kran­ken­haus inji­ziert der Arzt Medi­ka­men­te in die Schwell­kör­per um dadurch den Blut­stau zu lösen. Da die Behand­lung star­ke Schmer­zen ver­ur­sacht, wird sie immer nur in Kom­bi­na­ti­on mit einer Schmerz­the­ra­pie durch­ge­führt. Zeigt die medi­ka­men­tö­se The­ra­pie kei­ne Wir­kung, wird not­falls auch ope­riert.

Erfolgt eine fach­ge­rech­te The­ra­pie inner­halb von 12 Stun­den nach dem Ein­tre­ten, kann die Dau­er­erek­ti­on in 90 Pro­zent aller Fäl­le geheilt wer­den, ohne das dau­er­haf­te Schä­di­gun­gen oder Spät­fol­gen zu befürch­ten sind.

Gefällt dir die­ser Arti­kel?

Klick auf einen Stern für dei­ne Bewer­tung!

Durch­schnitt­li­che Bewer­tung 5 / 5. Anzahl Bewer­tun­gen: 11

Bis­her kei­ne Bewer­tun­gen! Sei der Ers­te, der die­sen Bei­trag bewer­tet.

Da du die­sen Bei­trag moch­test…

… fol­ge uns doch gern auf:

Es tut uns leid, dass du die­sen Arti­kel nicht magst.

Lass uns die­sen Bei­trag noch ein­mal über­prü­fen!

Wie kön­nen wir die­sen Arti­kel bes­ser schrei­ben?


Möchtest du unseren Newsletter bekommen?

Einmal wöchentlich versenden wir unser "Bergfest" mit den neuesten Beiträgen, News, Interviews und mehr, damit du nichts mehr verpasst – kostenlos!


Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
Livecam Bonus
0 Kommentare
Inline Feedbacks
Alle Kommentare sehen

Die Buch-Empfehlung unseres Chefredakteurs Mario Meyer:
"Künstliche Intelligenz – Werden wir alle vernichtet?"Buch-Empfehlung: "Künstliche Intelligenz – Werden wir alle vernichtet?"