Hunderte Sexualstraftäter in England vermisst

Von Dr. Dorothea Flogger
Voraussichtliche Lesedauer: 3 Minuten
Hunderte Sexualstraftäter in England vermisst
Hunderte Sexualstraftäter in England vermisst
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Wo sind die Sextäter abgeblieben?

In Eng­land sind Hun­der­te von Sexu­al­straf­tä­tern ver­misst, was eine Bedro­hung für die Öffent­lich­keit dar­stellt. Eine Unter­su­chung hat erge­ben, dass im Jahr 2020 742 Sexu­al­de­lin­quen­ten als ver­misst gemel­det wur­den. Das sind fast 10% mehr als im Vor­jahr und mehr als dop­pelt so vie­le wie vor fünf Jah­ren.


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Gründe für das Vermisstsein

Es gibt ver­schie­de­ne Grün­de, war­um Sexu­al­straf­tä­ter als ver­misst gel­ten. Eini­ge sind auf Bewäh­rung oder unter­lie­gen einem Gerichts­be­schluss, der sie ver­pflich­tet, bestimm­te Orte nicht zu betre­ten oder sich regel­mä­ßig bei der Poli­zei zu mel­den. Wenn sie dies nicht tun, wer­den sie als ver­misst gemel­det.

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Ande­re wer­den als ver­misst gemel­det, weil sie ohne Geneh­mi­gung ihren Wohn­sitz gewech­selt haben oder ihre Kon­takt­da­ten nicht aktua­li­siert haben. Es gibt auch Fäl­le, in denen Sexu­al­straf­tä­ter aus Gefäng­nis­sen oder psy­chi­schen Ein­rich­tun­gen flie­hen.

Die Gefahr für die Öffentlichkeit

Das Ver­misst­sein von Sexu­al­straf­tä­tern stellt eine erheb­li­che Gefahr für die Öffent­lich­keit dar. Es besteht ein höhe­res Risi­ko, dass sie erneut Sexu­al­straf­ta­ten bege­hen, ins­be­son­de­re wenn sie nicht unter Auf­sicht ste­hen. Die Poli­zei for­dert die Öffent­lich­keit auf, bei der Suche nach ver­miss­ten Sexu­al­straf­tä­tern zu hel­fen. Sie war­nen jedoch auch davor, dass die Öffent­lich­keit sich nicht selbst in Gefahr brin­gen soll­te, indem sie ver­sucht, Sexu­al­straf­tä­ter auf eige­ne Faust zu fin­den.

Hunderte Sexualstraftäter in England vermisst

Es gibt auch Fäl­le, in denen ver­miss­te Sexu­al­straf­tä­ter in ande­re Län­der flie­hen, was die Arbeit der Poli­zei erschwert. Es gibt inter­na­tio­na­le Abkom­men, die die Zusam­men­ar­beit der Poli­zei erleich­tern sol­len, aber dies ist oft ein kom­ple­xer und zeit­auf­wän­di­ger Pro­zess.

Maßnahmen zur Verringerung der Anzahl vermisster Sexualstraftäter

Die Regie­rung und die Poli­zei haben ver­schie­de­ne Maß­nah­men ergrif­fen, um die Anzahl ver­miss­ter Sex­tä­ter zu ver­rin­gern. Eine davon ist die Ein­füh­rung von elek­tro­ni­schen Über­wa­chungs­ge­rä­ten, die den Auf­ent­halts­ort von Sexu­al­straf­tä­tern über­wa­chen und alar­mie­ren, wenn sie einen ver­bo­te­nen Bereich betre­ten. Die­se Gerä­te wer­den jedoch nur in begrenz­tem Umfang ein­ge­setzt, da sie teu­er sind und es Beden­ken hin­sicht­lich des Daten­schut­zes gibt.

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Eine wei­te­re Maß­nah­me ist die Schaf­fung eines natio­na­len Regis­ters für Sexu­al­straf­tä­ter. Die­ses Regis­ter soll die Infor­ma­tio­nen über Sexu­al­straf­tä­ter zen­tra­li­sie­ren und es der Poli­zei erleich­tern, sie zu über­wa­chen und zu fin­den. Es gibt jedoch auch Beden­ken hin­sicht­lich der Wirk­sam­keit eines sol­chen Regis­ters und der Fra­ge, wie die Pri­vat­sphä­re der Sexu­al­straf­tä­ter geschützt wer­den kann.

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Die Poli­zei for­dert auch die Zusam­men­ar­beit der Öffent­lich­keit bei der Suche nach ver­miss­ten Sexu­al­straf­tä­tern. Sie haben eine Lis­te von "gesuch­ten Sexu­al­straf­tä­tern" ver­öf­fent­licht und bit­ten die Men­schen, die Poli­zei zu kon­tak­tie­ren, wenn sie Infor­ma­tio­nen über ihren Auf­ent­halts­ort haben. Die Poli­zei betont jedoch, dass es wich­tig ist, sich nicht selbst in Gefahr zu brin­gen, wenn man ver­sucht, Sexu­al­straf­tä­ter auf eige­ne Faust zu fin­den.

Ein wei­te­rer Schwer­punkt liegt auf der Prä­ven­ti­on von Sexu­al­straf­ta­ten. Es gibt Pro­gram­me und Initia­ti­ven, die dar­auf abzie­len, Men­schen über sexu­el­le Gewalt und Über­grif­fe auf­zu­klä­ren und das Bewusst­sein zu schär­fen. Hier­bei geht es um Auf­klä­rung von Kin­dern und Jugend­li­chen sowie um die Sen­si­bi­li­sie­rung von Erwach­se­nen, die poten­zi­ell gefähr­det sind.

Es gibt jedoch auch Kri­tik an den Maß­nah­men der Regie­rung und der Poli­zei. Eini­ge argu­men­tie­ren, dass mehr getan wer­den müs­se, um das Pro­blem der Sexu­al­straf­tä­ter anzu­ge­hen. Dies beinhal­tet eine bes­se­re Behand­lung und The­ra­pie für Sexu­al­straf­tä­ter, um das Risi­ko einer Rück­fall­ge­fahr zu redu­zie­ren. Auch die Reso­zia­li­sie­rung der Sexu­al­straf­tä­ter und ihre Wie­der­ein­glie­de­rung in die Gesell­schaft sind The­men, die dis­ku­tiert wer­den.

Quel­le: n‑tv

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