StartHera Delgado – Deutschlands einzige Fetischfilmregisseurin

Hera Delgado – Deutschlands einzige Fetischfilmregisseurin

Rope Artist (Bondage) • Regisseurin • Filmproduzentin

Hera Delgado – ../wiki/Hera_Delgado

Hera Delgado - EroniteHera Delgado (aka Hera Dorada) hatte viele Aufgaben bei der Eronite Movie Productions.

Anfangs noch für die Castings der Darstellerinnen und Darsteller verantwortlich, entwickelte sie schnell ein Gespür für die Feinheiten des sadomasochistisch angehauchten Films. Und führte bei etlichen Produktionen der Eronite selbst Regie.

Stets achtete sie auf die Authentizität der Protagonisten und ließ auch schon mal eine Szene unterbrechungsfrei laufen, um im Endergebnis den Film lebendiger und wahrhaftiger werden zu lassen. Sie setzte sich durch in einer von Männern dominierten Branche und steht hier allen Widerständen zum Trotz ihre Frau als Fetischfilmproduzentin.

Neben ihrer bekennenden Liebe zu Bondage stand Hera Delgado auch für alternative Lebenskonzepte. Sie selbst machte selbst schon früh erste Erfahrungen mit Polyamorie und Beziehungsanarchie. Von 2012 bis 2020 lebte sie als Rope-Artist (und seit 2015 gemeinsam mit ihrer Fesselpartnerin) auf Mallorca, wo sie ihr Geld mit der Produktion von Bondage-Filmen, dem Unterrichten von ästhetischen Fesselungen und dem Anbieten von Shibari-Sessions verdiente. Im September 2020 verließ sie Spanien.

Hera Delgado und Bondage – eine unwiderstehliche Kombination

Hera Delgado liebte Bondage. Mehr noch: Hera Delgado und Bondage gehörten einfach zusammen. Es handelte sich dabei um eine geradezu unwiderstehliche Kombination. Kein Wunder: Die junge Frau, die 1984 in Berlin geboren wurde, liebte Bondage nämlich nicht nur, sie lebte es auch. Es war ihre Passion und ihre Berufung. „Bondage ist für mich Kunst“, sagte sie und meinte damit eher nicht, dass das fachgerechte Verschnüren einiges an Kunstfertigkeit erfordert. Vielmehr ging es ihr um den ästhetischen Anspruch, den sie als erfolgreiche Regisseurin und Bondagekünstlerin hatte.

Hera Delgado und Bondage – Videos und wahres Leben

Bevor Hera Delgado Bondage in den Mittelpunkt ihres Lebens stellte und auch Geld damit verdiente, hatte sie bei der Oberfinanzdirektion in Berlin eine Ausbildung zur Steuerfachwirtin begonnen. Kurze Zeit später machte sie sich als Finanzdienstleisterin selbstständig. In beiden Bereichen jedoch schien ihre Kreativität auf der Strecke zu bleiben. Und natürlich auch ihre Fantasie. Allem Anschein nach war das auch nicht das Leben, das sie führen wollte. Tatsächlich konnte man sich wohl kaum einen größeren Gegensatz vorstellen als den zwischen einer deutschen Amtsstube und der Fetischszene. Hera Delgado undBondage mussten freilich schon recht früh zusammengetroffen sein. Sie selbst berichtete davon, dass sie ihre Liebe zu den Knoten über BDSM entdeckt hatte. Ob es Liebe auf den ersten Versuch war, ist nicht klar. Delgado entwickelte sich jedenfalls schnell zu einer Vorreiterin der Szene.

Eine Powerfrau in der Erotikbranche

Im Mittelpunkt stand dabei natürlich die Filmproduktion. Sie hatte sich nicht nur erstaunlich schnell einen Namen als Produzentin und Regisseurin gemacht, sie war sogar über viele Jahre hinweg die einzige Fetischfilm-Produzentin in Deutschland. Klar, dass sich ihre Produktionen immer um BDSM und insbesondere Bondage drehten. Allein zwischen den Jahren 2006 und 2015 hat sie mehr als 150 DVDs und über 35.000 Clips produziert.

Sie galt als einer der wichtigsten und erfolgreichsten Köpfe von Eronite Movie Productions, dem Label, für das sie vorrangig tätig war. Die Filme und Clips waren als Inszenierungen dabei die eine Seite. Die andere Seite aber war das wahre Leben, in dem bei Hera Delgado Bondage ebenfalls eine große Rolle spielte. Es war offenbar nicht nur Teil ihrer Sexualität, sondern gehörte insgesamt zu ihrem Lebensstil. Nicht umsonst schaffte sie es deswegen regelmäßig auch in die Medien – von BILD über Vox und RTL2 bis hin zum Mallorca Magazin.

Ein außergewöhnlicher Lebensstil

Man kann durchaus sagen, Hera Delgado hatte Bondage in Deutschland und darüber hinaus ein Stück weit populär gemacht. Sie lebte einige Jahre auf Mallorca. Dort bot sie Workshops und Sessions für alle an, die sich für die hohe Kunst der Knoten interessierten. In den Workshops gab sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen an andere weiter. Dabei spielte es keine Rolle, ob es sich dabei um Anfänger oder Fortgeschrittene handelte. Sie stand außerdem für Performances und Fotoshootings zur Verfügung. Mit zu ihren spannendsten Projekten gehörte sicherlich „Bondage in Public“, bei dem sie rund um die Welt das raffinierte Verschnüren im öffentlichen Raum, also zum Beispiel auch auf einer belebten Straße, mit einer Partnerin praktizierte.

Sie hängte bereits Rope-Bunnys (so nennen sich die Passiven, die „Opfer“, die gefesselt werden) an den Landungsbrücken in Hamburg oder im dortigen Elbtunnel auf genauso wie auf Mallorca am Ballermann. Oder auf der Plaza España, einem sehr belebten Platz mitten in Palma. In Berlin musste ein Einkaufszentrum dran glauben. Und sogar über den Wolken in einem Flugzeug hatte sie ein Mädel auf dem Sitz zu einem schönen Paket verschnürt. Wiederum in Palma gab es eine Hera Delgado Bondage in einem Riesenrad. Man könnte also sagen: Hera Delgado und Bondage waren mitten in der Gesellschaft angekommen. Okay, so ganz stimmte das zwar noch nicht. Immerhin aber schien man ihrem außergewöhnlichen Lebensstil durchaus offen und neugierig gegenüberzustehen.

Im Jahr 2017 traf sie sich, um spanisch zu lernen, mit verschiedenen Männern für die Unternehmung 50 Nächte – Liebe als ein Projekt auf Zeit, aus der ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Dates und Beziehungen resultierte, das sie gemeinsam mit Nyna Mateo als Autorin herausgab. Das entstandene und im Eigenverlag (BoD) verlegte Werk kann hier kostenlos gelesen werden.

Heras Herz hängt nach wie vor an der Filmproduktion

Auch wenn für Hera Delgado Bondage längst mehr war als einfach nur ein x-beliebiger Fetisch. Ihr Herz hing nach ihrem eigenen Bekunden nach wie vor an der Filmproduktion. Dass sie dafür ein Händchen hatte, ist längst bewiesen. Eine Reihe von Anerkennungen wie etwa die Nominierungen zu den Venus Awards für die beste Regie in den Jahren 2012, 2013 und 2014 sprachen da eine deutliche Sprache.

Ab 2015 drehte Hera Delgado diverse Webvideos mit verschiedenen Themenschwerpunkten (jedoch ohne erotische Inhalte), bevor sie am 1. August 2017 aus dem Unternehmen Eronite ausschied. Sie kehrte der kompletten Erotik- und Fetischbranche den Rücken und schloss sich schließlich zwischen 2019 und 2020 der Reichsbürger- und „Querdenker“-Fraktion an. Den Künstlernamen Hera Delgado änderte sie im Zuge dessen in Hera Dorada und verbreitet seitdem krude Verschwörungstheorien mit Fantasiegebilden und erfundenen Vereinen im Internet.



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